Logistik-Software

Die zehn wichtigsten Fragen bei der ERP-Auswahl

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6. Hat der Anbieter eine Zukunftsstrategie zur Weiterentwicklung der Software in den nächsten zehn Jahren?

Hier lohnt sich der Spezialistenblick hinter die Kulissen, denn der oberflächliche Funktionsumfang kann täuschen. Veraltete Software-Technologien mögen scheinbar die nötige Leistung bieten, werden aber sehr schnell an ihre Leistungsgrenzen stoßen, wenn es um Echtzeit-Performance, Erweiterungen der Lösung oder Updates geht. Der ERP-Anbieter der Wahl sollte den Modernisierungszyklus der Software-Architektur erfolgreich bewältigt haben und bei den aktuellen Releases neueste Technologien nutzen. Zudem sollte er eine konkrete Roadmap darstellen können, in welchem Umfang und in welchen Bereichen Investitionen in eine kontinuierliche Weiterentwicklung geplant sind.

7. Können Anwender ohne die Hilfe von IT-Spezialisten Prozessabläufe verändern und neu erstellen?

Damit ein ERP-System die Abläufe im Alltag unterstützt, dürfen Änderungen in den Prozessen nicht von IT-Spezialisten abhängig sein. Moderne Software auf Basis service-orientierter Architektur (SOA) erlaubt es, einfach durch Konfiguration anhand grafischer Oberflächen Prozesse abzuändern oder neu zu gestalten – natürlich unter Berücksichtigung der relevanten Sicherheitsaspekte. Diese Flexibilität spart nicht nur Kosten, sondern stellt sicher, dass ohne Verzögerung die Anforderungen und Workflows eines Unternehmens im System abgebildet werden können und Informationen in Echtzeit durchgängig zur Verfügung stehen.

8. Wie offen ist das System für die Anbindung von externen Partnern und die Integrationen von Drittanwendungen?

Für einen hohen Automatisierungsgrad der Prozesse ohne Systembrüche oder manuelle Eingriffe müssen zum einen Partner und Zulieferer nahtlos eingebunden werden können und kontrollierten Zugriff auf Informationen erhalten. Zum anderen setzen Fertigungsunternehmen häufig Spezialanwendungen ein, die ebenfalls im ERP integriert werden sollen. Darauf sollten Softwarekonzepte vorbereitet sein und über SOA zusammen mit integrierten Web-2.0-Technologien sicherstellen, dass Integrationen einfach über konfigurierbare Interfaces gelingen und keine komplexen Schnittstellenprogrammierungen erfordern.

9. Wie gestalten sich Betriebskosten, Support und Updates der ERP-Software?

Je weniger komplexe Programmcode-Änderungen bei der Implementierung erforderlich sind, desto einfacher gestalten sich Betrieb, Pflege und Updates und desto weniger hochspezialisierte externe IT-Experten müssen involviert werden. Für den Anwenderalltag ist die Qualität des Supports wesentlich. Hat der Anbieter einen Support mit wenig Mitarbeiterfluktuation, regelmäßigen Schulungen auch für First-Level-Ansprechpartner und dem Anspruch, zum kontinuierlichen Optimierungsprozess beizutragen, so fördert dies eine hohe Produktivität.

10. Wie aktiv ist der Austausch zwischen Kunden und Hersteller?

Je mehr ein ERP-Anbieter den Austausch auch zwischen internationalen Kunden fördert, um so konsequenter wird er deren Anforderungen in die Softwareentwicklung einfließen lassen.

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