Immobilienmarkt Die Zeichen bei Immobilieninvestments stehen auf Marktbelebung

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Der an der NYSE gelistete US-amerikanische Immobiliendienstleister Cushman & Wakefield (C&W) mit Headquarter in Chicago und Deutschland-Standorten in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München (Umsatz 2022: 10,1 Milliarden Dollar) hat 2023 einen sehr schwachen Immobilieninvestmentmarkt registriert. Die Zeichen für eine Belebung des Marktes in 2024 nehmen aber zu.

Gewerbliches Transaktionsvolumen Deutschlands von 2013 bis 2023.(Bild:  C&W)
Gewerbliches Transaktionsvolumen Deutschlands von 2013 bis 2023.
(Bild: C&W)

Mit einem Transaktionsvolumen von nur 21,46 Milliarden Euro sei der gewerbliche Investmentmarkt 2023 „der umsatzschwächste der vergangenen zwölf Jahre“ gewesen, so Zahlen der international tätigen Immobilienberatung Cushman & Wakefield. Hauptverantwortlich dafür sei die schwierige Gemengelage aus hohen Finanzierungskosten, zähen Preiskorrekturphasen, hoher Inflation und schwächelnder Konjunktur gewesen, wie es heißt. Insbesondere institutionelle Investoren hätten demzufolge „nur sehr zögerlich und zurückhaltend“ agiert. Hoffnung machten, so Cushman & Wakefield, die positiven Vorzeichen für stabilere und verbesserte Rahmenbedingungen an den Finanz- und Kapitalmärkten unter anderem durch eine abnehmende Inflation und sinkende Anleihezinsen.

Mit einem verlässlichen und kalkulierbaren Finanzierungsumfeld wird die Zuversicht auf eine baldige Marktbelebung wachsen und damit verbunden auch die Transaktionsumsätze.

Alexander Kropf, Head of Capital Markets Germany bei C&W

Mit einem Transaktionsvolumen von 5,82 Milliarden Euro sind Logistik- und Industrieimmobilien zur stärksten Assetklasse (Umsatzanteil 27 Prozent) aufgestiegen. Trotzdem beträgt der Rückgang zum Vorjahresergebnis noch 37 Prozent, so die C&W-Experten. Mit 2,23 Milliarden Euro im 4. Quartal wurde das bereits positive Ergebnis aus dem 3. Quartal (1,89 Milliarden) übertroffen.

Und das waren die Highlights im letzten Jahr

2023 gab es vier Portfoliotransaktionen oberhalb von 200 Millionen Euro: Der größte Portfolioverkauf entfiel mit rund 560 Millionen Euro auf den 50-prozentigen Anteilskauf im Rahmen eines Joint Ventures von fünf Logistikobjekten von VGP an Deka Immobilien. Außerdem erwarb Hansainvest ein Portfolio bestehend aus sechs Distributionshallen von DFI Real Estate für rund 270 Millionen Euro.

Insgesamt konnten drei Märkte die 1-Milliarde-Euro-Grenze beim Transaktionsvolumen knacken: Berlin (mit 3,27 Milliarden Euro mit weitem Abstand zu den Plätzen zwei und drei der umsatzstärkste Markt), Hamburg (1,2 Milliarden) und München (1,18 Milliarden). Aktuelle Schlusslichter im Ranking sind Stuttgart (575 Millionen Euro) und Köln (435 Millionen). (bm)

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