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Sicherheit hat Vorfahrt bei Wahl des Verkehrsträgers
Neben der Flexibilität bei der Wahl der Verkehrsträger ist die Sicherheit ein maßgebender Faktor – vor allem bei Gefahrgut. Der von Wincanton in Mannheim betriebene Terminal-Abschnitt für Gefahrgut-Container bietet eine Kapazität von 183 TEU (Twenty-foot Equivalent Unit = Standard-Container). Dort lassen sich Gefahrstoffe der Klassen 2 bis 6 sowie 8 und 9 unbegrenzt lagern. Dies ist eine sinnvolle Ergänzung der von Wincanton angebotenen Supply Chain für die Kunden.
Diese umfasst jedoch nicht nur den Transport auf dem Wasser, den Umschlag und die Lagerung, sondern auch die regionale Zustellung, in der Regel per Lkw. Die eigens für die Gefahrguttransporte geschulten Lkw-Fahrer besitzen eine entsprechende Zertifizierung. So kann Wincanton bedarfsgerecht ab dem Lager zu einer Produktion liefern oder eine permanente Produktionsentsorgung sicherstellen.
Die auf dem Gelände eingelagerten Container werden mittels einer speziellen Software verwaltet. Sie bestimmt die genau definierten Lagerplätze unter Anwendung der geltenden Richtlinien für die Lagerung von Gefahrgut. Die Software ist mit einem Container-Verwaltungsprogramm gekoppelt, das die Transportabfertigung und -überwachung miteinander verknüpft, wodurch die Transparenz der gesamten Supply Chain sichergestellt wird.
Terminal wird in Kürze nach ISPS zertifiziert
Um eine hohe Sicherheit gewährleisten zu können, soll das Terminal demnächst nach dem internationalen Standard ISPS (International Ship and Port Facility Security Code) zertifiziert werden. Viele Standorte von Wincanton besitzen zudem das Zertifikat SQAS (Safety and Quality Assessment System). Diese Norm dient der Bewertung von Qualität, Sicherheit und Umweltverträglichkeit bei Logistikanbietern der chemischen Industrie. Auch das Terminal Mannheim arbeitet nach diesem Standard.
Bis spätestens 2014 soll die nächste Erweiterung des Container-Terminals im Mühlauhafen direkt im Anschluss an die vor zwei Jahren fertig gestellte Anlage entstehen. Auf dem geplanten 25 000 m² großen Gelände werden dann drei weitere Kräne fahren. Mit dieser Investition soll dem trotz Wirtschaftskrise langfristig erwarteten Boom im Container-Verkehr Rechnung getragen werden.
Super-Terminal in Planung
Neben dem Container-Terminal betreibt Wincanton auch ein Roll-on/Roll-off-Terminal im Mannheimer Rheinauhafen. Dabei handelt es sich um eine Umschlaganlage für rollende Güter, die auch dem Landmaschinenhersteller John Deere für etwa 30 000 Traktoren im Jahr als „schwimmende Landstraße“ zwischen Mannheim und den Seehäfen Antwerpen und Rotterdam dient. Darüber hinaus leistet der Transport- und Logistikdienstleister mit einem umfangreichen Angebot von Schienenverkehren in der Region einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der Straßen.
Dr. Wolfgang Hönemann ist Geschäftsführer Intermodal bei der Wincanton GmbH.
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