Distributionslogistik

ISO-Container – Transportmittel der Logistik: Definition & Arten

| Redakteur: Sebastian Hofmann

Sie legen viele Hunderttausende Kilometer zurück und befördern Waren sicher von A nach B: Aus unserer globalisierten Welt sind Container nicht wegzudenken.
Sie legen viele Hunderttausende Kilometer zurück und befördern Waren sicher von A nach B: Aus unserer globalisierten Welt sind Container nicht wegzudenken. (Bild: gemeinfrei / CC0)

ISO-Container ermöglichen den sicheren Transport von Gütern. Erfahren Sie hier, welche Typen es gibt und warum Container-Tracking so vielversprechend ist!

Genau wie Kartons und Paletten bieten Container die Möglichkeit, Waren und Güter zu größeren und einheitlichen Ladungen zu bündeln, die sich leicht handhaben, bewegen und stapeln lassen und in einem Schiff oder auf einer Werft kompakt verpackt werden können. Intermodale Container weisen eine Reihe wichtiger Konstruktionsmerkmale auf, um den Belastungen des anspruchsvollen Transports standzuhalten, ihre Handhabung zu erleichtern und das Stapeln zu ermöglichen. Über ihr individuelles, einzigartiges ISO-6346-Meldezeichen sind sie sofort erkennbar.

Was ist ein intermodaler ISO-Container?

Ein intermodaler Container ist ein großes und standardisiertes Behältnis, das für den intermodalen Güterverkehr konzipiert und gebaut wurde. Intermodalität bedeutet, dass die speziell angefertigten Großbehälter auf verschiedenen Verkehrsträgern – vom Schiff über die Schiene bis zum Lkw – eingesetzt werden können, ohne dass die im Container befindliche Fracht entladen oder umgeladen werden muss. Intermodale Container dienen in erster Linie der effizienten und sicheren Lagerung und dem Transport von Materialien und Produkten im weltweiten Containerverkehr, jedoch werden auch kleinere Kapazitäten regional genutzt. Diese Module sind unter verschiedenen Namen bekannt, wie zum Beispiel Fracht-, ISO-, Schifffahrts- oder Seecontainer.

Distributionslogistik – Definition, Grundlagen, Beispiele

Distributionslogistik

Distributionslogistik – Definition, Grundlagen, Beispiele

02.10.17 - Hier finden Sie die wichtigsten Infos zu Distributionslogistik: Definitionen, Ziele, Grundlagen, Beispiele und Kennzahlen übersichtlich aufbereitet. lesen

Folgende Vorteile haben Container:

  • Hohe Sicherheit
  • Niedriger Energieverbrauch
  • Ermöglichen einen besonderen Schutz der Ware, sobald sie versiegelt wurden
  • Vielseitig und flexibel einsetzbar (auf Schiffen, Zügen, Lkw)

Welche Typen von Containern gibt es?

Intermodale Großbehälter gibt es in vielen Typen und in einer Reihe von standardisierten Größen, jedoch machen 90 % der weltweiten Containerflotte die sogenannten „Dry Freight“- oder „General Purpose“-Modelle aus. Dabei handelt es sich um langlebige geschlossene Stahlboxen, meist mit einer Standardlänge von 6 m oder 12 m. Die übliche Höhe beträgt 2,6 m oder 2,9 m – wobei letztere als High Cube oder High-Cube-Container bezeichnet werden.

Seit wann gibt es Container?

Das Konzept eines intermodalen Großbehälters wurde erstmals von Malcolm McLean entwickelt. Seine „Big-Box“-Idee, die den Güterumschlag weltweit revolutioniert hat, kam ihm im Jahr 1937, als er den größten Teil des Tages damit verbrachte, Baumwollballen auf seinem Lkw an einen Pier in New Jersey zu liefern. Letztendlich wurde sie zur Geburtsstunde des modernen ISO-Containers. Durch diese Transportbehälter konnte man die Effizienz des Warenverkehrs erheblich verbessern.

2012, also knapp 75 Jahre später, gab es weltweit schon rund 20,5 Mio. intermodale ISO-Container. Sie haben das traditionelle Stückgut weitgehend verdrängt. Allein 2010 machten Container 60 % des weltweiten Seehandels aus. Keine Frage – die revolutionäre Idee von Malcolm McLean hat nicht nur die Welt des Warentransports für immer verändert, sondern auch die Art und Weise, wie heute der globale Handel betrieben wird.

Container-Tracking bietet die Sicherheit, dass wertvolle Ware nicht verloren geht

Mit Asset-Tracking-Anwendungen können Unternehmen die eigene Effizienz verbessern, indem sie die Vertriebskette ihrer Produkte und Sendungen kontrollieren. Diese Systeme helfen dabei, den Standort von Gütern oder Containern während des Transports auf der Straße, auf der Schiene oder auf Schiffen zu identifizieren. In der Regel umfasst die Fahrzeugverwaltung Anwendungen zur Paket- und Containerverfolgung, die eine integrierte Sicht sowohl auf die Ladung als auch auf die Fahrzeuge ermöglichen.

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So können Sendungen zum Beispiel lokalisiert werden, wenn sie gestohlen werden. Auch der Kundenservice wird erheblich verbessert, da der Versenders zu jeder Zeit über die genau Lieferzeit informieren kann. Paket- und Container-Tracking-Anwendungen sind außerdem sehr wichtig für Versicherungsunternehmen, die das Tool nutzen können, um korrekte Daten über den Verbleib einer bestimmten Ware zu erhalten. Die ermittelten Echtzeit-Bewegungsdaten ermöglichen es den Bedienern, im Falle einer Anomalie sofortige Maßnahmen zu ergreifen. Auch Versandkunden oder Logistikunternehmen können die jeweiligen Daten analysieren, um den effizientesten Versender auszuwählen.

Container-Tracking-Anwendungen bieten in der Regel die folgenden Möglichkeiten:

  • Kontinuierliche Auswertung von Tracking-und-Tracing-Informationen in Echtzeit
  • Kontrolle des Transports auf einer bestimmten Route, entsprechend dem Plan und dem genehmigten Weg
  • Störfallvermeidung durch die Überwachung von Statusparametern
  • Alarmierung bei Erkennung von Anomalien
  • Aufzeichnung und Protokollierung der gemeldeten Vorfälle
  • Unterrichtung der Einsatzkräfte für das Notfallmanagement
  • Sicherung von teurer Ladung, die gestohlen wurde

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