E-Lkw Shell liefert Grundlage für erstes bidirektionales Laden im Schwerlastverkehr

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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„SPIRIT-E“ nennt sich ein Forschungsprojekt eines Konsortiums aus Industrie, Energiewirtschaft und Forschung. Die beteiligten Partner testen aus, wie batterieelektrische Lkw durch bidirektionales Laden aktiv in das Energiesystem eingebunden werden können.

Das Schaubild zeigt sowohl die Einspeisung/Erzeugung als auch den Bezug/Verbrauch eines Elektro-Lkw Marke MAN eTGX mit 480 kWh nutzbarer Batteriekapazität auf dem Betriebsgelände der Spedition Schmid in Obertraubling bei Regensburg.(Bild:  Shell)
Das Schaubild zeigt sowohl die Einspeisung/Erzeugung als auch den Bezug/Verbrauch eines Elektro-Lkw Marke MAN eTGX mit 480 kWh nutzbarer Batteriekapazität auf dem Betriebsgelände der Spedition Schmid in Obertraubling bei Regensburg.
(Bild: Shell)

Gleich acht Partner beteiligen sich an dem Projekt „SPIRIT-E“, bei dem deutlich wird, dass E-Trucks künftig weit mehr sein können als emissionsfreie Transportmittel. Mit dabei sind die TU München als Konsortialführer, das Fraunhofer-IEE, die Forschungsstelle für Energiewirtschaft, MAN Truck & Bus, Tennet, Hubject, Consolinno Energy und SBRS. Letztere, die Shell Business Recharge Solutions (SBRS), liefert eigenen Angaben die Schlüsseltechnologie – die technische Grundlage für bidirektionales Laden. Jetzt wurde erstmals die Funktionsfähigkeit der Technologie im Alltag gezeigt – mithilfe eines MAN eTGX mit 480 kWh nutzbarer Batteriekapazität. Der Lkw nahm nicht nur Energie aus der Ladeinfrastruktur auf dem Betriebsgelände der Spedition Schmid in Obertraubling bei Regensburg auf, sondern gab diese gezielt auch wieder ab, wie es in einer Pressemitteilung von SBRS heißt.

Bidirektionales Laden verändert die Rolle von Ladeinfrastruktur grundlegend. Sie ist nicht länger nur ein Ladepunkt, sondern wird zu einem aktiven Bindeglied zwischen Mobilität und Energiesystem.

Conrad Mummert, Head of Shell Business Recharge Solutions

Um die Funktionsfähigkeit der Technologie zu beweisen, wurden verschiedene sogenannte „Vehicle-to-X-(V2X-)“-Anwendungen vorgeführt. Das reichte von der Versorgung eines Logistikstandorts (Vehicle-to-Site) über das Nachladen anderer Fahrzeuge (Vehicle-to-Vehicle) bis hin zur Rückspeisung ins öffentliche Stromnetz (Vehicle-to-Grid). Dabei zeigt sich deutlich, dass Lkw im Gegensatz zu privat genutzten Pkw beim bidirektionalen Einsatz einen deutlichen Vorteil haben: Die nutzbaren Batteriekapazitäten sind deutlich größer.

Nicht mehr proprietär unterwegs

Die zur Shell-Gruppe gehörende Shell Business Recharge Solutions (SBRS) ist im „SPIRIT-E“-Projekt für die Entwicklung und Validierung der leistungsstarken bidirektionalen Gleichstrom-(DC-)Ladeinfrastruktur verantwortlich. Wie es heißt, bildet die von SBRS mit Sitz in Dinslaken bereitgestellte Ladehardware das technische Rückgrat sämtlicher V2X-Anwendungen innerhalb des Projekts. Die Hardware ermöglicht erstmals die kontrollierte, sichere und intelligente Energieübertragung zwischen Elektro-Lkw, Standort und Stromnetz, wie es weiter heißt. Dabei wurden erstmals keine proprietären technischen Lösungen eingesetzt, sondern das System basiert auf dem neuesten Ladestandard, der DIN ISO 15118-20, und ist somit skalierbar und interoperabel einsetzbar.

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