19. Hermes-Barometer Digitale Technologien entscheiden über die Supply-Chain-Transparenz

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Zeit für die Ergebnisse des 19. Hermes-Barometers: Über zwei Drittel der 150 befragten Logistikverantwortlichen vertreten in der Umfrage die Ansicht, dass digitale Technologien dafür essenziell sind, die Transparenz der Lieferketten zu erhöhen. Was sonst noch alles bei der Befragung herausfiel ...

Prozentuale Verteilung der Aussage: „Die Informationsanforderungen an unsere Lieferkette sind vor dem Hintergrund der gesetzlichen Anforderungen zur Einhaltung der Sorgfaltspflicht deutlich gestiegen.“(Bild:  Hermes)
Prozentuale Verteilung der Aussage: „Die Informationsanforderungen an unsere Lieferkette sind vor dem Hintergrund der gesetzlichen Anforderungen zur Einhaltung der Sorgfaltspflicht deutlich gestiegen.“
(Bild: Hermes)

Der überwiegende Teil der für das 19. Hermes-Barometer befragten 150 Unternehmen hat die Bedeutung von digitalen Lösungen und Plattformen zur verbesserten Supply-Chain-Visibility und Dateneinsicht erkannt. Mit 79 Prozent stimmt ein Großteil der Teilnehmenden zu, dass digitale Technologien entscheidend dazu beitragen, die Transparenz der Lieferkette zu erhöhen und Prozesse zu optimieren. In Organisationen mit mehr als 500 Beschäftigten teilen diese Einschätzung sogar 94 Prozent.

Vor allem im Hinblick auf Nachhaltigkeit sei Transparenz gefragt: Angesichts einer Verknappung von Ressourcen und steigenden gesetzlichen Anforderungen müssten Unternehmen die Einhaltung von ethischen und ökologischen Standards entlang ihrer Supply Chain nicht nur sicherstellen, sondern auch nachweisen. Mehr als zwei Drittel der befragten Logistikverantwortlichen (68 Prozent) stimmen zu, dass die Informationsanforderungen an die eigene Lieferkette vor dem Hintergrund der neuen gesetzlichen Richtlinien deutlich zugenommen haben.

Transparenz ersetzt Unwissenheit und ist ein Schlüssel zur Schaffung von nachhaltigen und verantwortungsbewussten Lieferketten.

Nadja Grabenströer, Division Manager Sales & Corporate Functions bei Hermes International

Wie die Hermes-International-Frau Nadja Grabenströer zu bedenken gibt, sollte ein erfolgreiches Supply-Chain-Management immer eine transparente, detaillierte Nachverfolgbarkeit sowie ein KI-getriebenes Datenmonitoring beinhalten. „Auf diese Weise können Unternehmen ihren CO2-Ausstoß ganzheitlich überwachen, optimieren und auch nachgelagerte Lieferkettenpartner bei zielgerichteten Maßnahmen unterstützen.

Potenzial erkannt, aber nicht genutzt

Das 19. Hermes-Barometer, das hier zum kostenfreien Download angeboten wird, fördert aber noch weitere interessante Dinge zutage. Beispielsweise wüssten die meisten Unternehmen um das enorme Potenzial, das mit fortschreitender Digitalisierung einhergehe. Aber: Über die Hälfte aller befragten Unternehmen verfüge noch nicht über eine digitale Echtzeit-Supply-Chain. Lediglich jede und jeder fünfte befragte Logistikverantwortliche stimme zu, bereits entsprechende Maßnahmen implementiert zu haben, um sämtliche Abläufe digital abbilden und Risikofaktoren in der Wertschöpfungskette identifizieren zu können. Oder die Tatsache, dass nur wenige der befragten Unternehmen schon kollaborative Plattformen, KI oder das Internet der Dinge nutzen. Den Angaben zufolge bestehe vor allem bei der Implementierung dieser Technologien noch Optimierungspotenzial. (bm)

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