Dekarbonisierung Duisport will weiter zentraler Baustein der deutschen Energiewende sein

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die Duisburger Hafen AG (Duisport) hat das Geschäftsjahr 2024 erfolgreich abgeschlossen und ihre Ziele übertroffen. Trotz Verzögerungen beim bundesweiten Wasserstoffhochlauf bleibe der Hafen ein zentraler Baustein der Energiewende, hieß es gestern auf der Bilanz-Pressekonferenz.

Der Duisport-Vorstand freut sich über das erfolgreiche Geschäftsjahr 2024 (v.l.): Lars Nennhaus (COO/CTO), Markus Bangen (CEO) und Giordana Sperling-Doppstadt (Chief People & Corporate Services Officer).(Bild:  Duisport)
Der Duisport-Vorstand freut sich über das erfolgreiche Geschäftsjahr 2024 (v.l.): Lars Nennhaus (COO/CTO), Markus Bangen (CEO) und Giordana Sperling-Doppstadt (Chief People & Corporate Services Officer).
(Bild: Duisport)

„Wir machen den Hafen fit für die Zukunft“ hört man aus Duisburg. Mit den am Donnerstag während einer Bilanz-Pressekonferenz präsentierten Zahlen im Rücken lässt sich das auch leichter behaupten: Die Gesamtleistung der Duisport-Gruppe zuzüglich der anteiligen Gesamtleistung aus nichtkonsolidierten strategischen Beteiligungen sei im vergangenen Jahr auf 356,3 Millionen Euro gestiegen, nach 331,5 Millionen Euro im Jahr 2023. Das EBIT habe bei 22,6 Millionen Euro gelegen, das Ergebnis vor Steuern betrage 19,8 Millionen Euro. Dabei hätten alle Geschäftsbereiche der Duisport-Gruppe zugelegt.

Wir haben unsere wirtschaftlichen Ziele klar übertroffen und den krisenbedingten Rückgang im Containerumschlag wieder aufgeholt.

Markus Bangen, CEO des Duisport

Dem Duisburger Hafen komme eine Schlüsselrolle bei der Energiewende zu: Trotz Verzögerungen beim bundesweiten Wasserstoffhochlauf bleibe Europas größter Binnenhafen ein zentraler Baustein der Energiewende. Künftig würden große Mengen an Wasserstoffderivaten (wie Ammoniak und Methanol) importiert, um den Bedarf der Industrie zu decken. Gleichzeitig gelte es, Kohlenstoffdioxid-Emissionen, die in energieintensiven Prozessen unvermeidbar seien, aufzufangen und zur dauerhaften Speicherung ins Ausland zu transportieren. Als zentrale Logistikdrehscheibe Europas übernehme Duisport eine Schlüsselrolle in beiden Bereichen – mit dem Ausbau gezielter Infrastruktur unterstütze der Hafen aktiv die Transformation hin zu einer klimaneutralen Industrie.

Schneller Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft

CEO Bangen: „In den vergangenen Jahren wurde intensiv darüber diskutiert, wie die Energiewende konkret gelingen kann – jetzt beginnt die Umsetzung. Wir setzen unseren Wachstumskurs fort, machen den Duisburger Hafen fit für die Zukunft und entwickeln ihn zu einer Drehscheibe der Dekarbonisierung.“ Man darf gespannt darauf sein, wie sich diese Sichtweise in die Planungen der neuen schwarz-roten Bundesregierung einfügt. Jedenfalls hat das Thema „Wasserstoff-Hochlauf“ auf Seite 34 des Koalitionsvertrags von CDU/CSU und SPD ein eigenes Unterkapitel erhalten. Dort steht unter anderem zu lesen: „Für den schnellen Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft brauchen wir klimafreundlichen Wasserstoff aus verschiedenen Quellen.“ Ein gutes Zeichen für den Duisport.

(ID:50386847)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung