Kommissionieren

Einfach denken – komplexe Aufgaben lösen

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Produkte, die sich von oben saugen lassen, lassen sich besonders einfach und effizient automatisch kommissionieren. Wenn auch „alles geht“, sind der Anwender und sein Automatisierungspartner trotzdem gut beraten, möglichst die Artikel für die Automatisierung auszuwählen, die sich sicher und schnell handhaben lassen.

Produkte und Verpackungen müssen automatisierbar gestaltet sein

Implizit klang es wiederholt an: Automatische Prozesse verlangen eine automatisierbare Gestaltung der Produkte/Verpackungen. Das beginnt mit der Qualität und reicht bis zu kleinen Gestaltungsdetails. Qualität meint zum Beispiel Stabilität der Verklebung oder Porosität des Deckpapiers bei Vakuumgreifern.

Kleine Gestaltungsdetails können große Effekte bedeuten, beispielsweise die Form der Stapelnasen und der Einstapelöffnungen. Generell erfährt man, dass kleine, im allgemeinen kostenneutrale Änderungen/Anpassungen wesentlich zu einem stabilen Handhabungsprozess beitragen.

Modular abgestufte Verpackungsabmessungen erleichtern automatisches Kommissionieren

Eine besondere Erleichterung schaffen modular abgestufte Verpackungsabmessungen, wie sie etwa bei den bereits besprochenen Stapel-Trays in der Lebensmittelindustrie vorliegen.

Der gezielte, auftragsbezogene Zugriff auf Produkte erspart die Auseinandersetzung mit einem großen Problem bei der Kommissionierung: der Sequenzierung. Um stabile Lagenbilder zu erreichen, müssen die Artikel nämlich nicht nur in der richtigen Anzahl, sondern auch in vorgegebener Reihenfolge auf die Palette aufgesetzt werden. Das erreicht man am einfachsten, indem man so depalettiert und zuführt, wie Kunde und Lagenoptimierungssoftware es verlangen.

Damit wurde ein weiterer wichtiger Leistungs- wie Kostenparameter angeschnitten: das ideale Systemdesign. Um hier ein echtes Optimum zu finden, ist eine sorgfältige Analyse aller Mengenströme über die Zeit erforderlich. Erfolgsbestimmend für die Auslegung sind auch die Redundanz beziehungsweise Leistung der Komponenten. Wenn nämlich ein Artikel nur an einer Stelle und von einer Systemkomponente erreichbar ist, kann sein Fehlen oder eine Prozessstörung die ganze Anlage eine lange Zeit lahmlegen.

Dr. Hans Gerd Severin ist Geschäftsführer der Ro-Ber Industrieroboter GmbH in 59174 Kamen.

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