Railion Energiesparende „Europa-Lok“ fährt erstmals auf der Betuwe-Route

Mainz (bm) — Ab Ende November wird die erste zwischen Deutschland und den Niederlanden grenzüberschreitend einsetzbare E-Lok der Baureihe 189 über die Betuwe-Route internationale Ziele anfahren. Die Baureihe wurde speziell für den europäischen Schienengüterverkehr als „Europa-Lok“ entwickelt. Das Besondere daran: Die Loks sind auf allen europäischen Bahnstromnetzen einsetzbar.

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Zusätzlich zur universellen Leit- und Sicherungstechnik ETCS ist die Baureihe 189 auch für praktisch alle anderen derzeit in Europa eingesetzten Zugsicherungssysteme vorgerüstet. Die Lok ist mit verlustarmen Stromrichtern ausgestattet, die vier westeuropäische Arten von Strom aus der Fahrleitung in den für die Fahrmotoren erforderlichen Drehstrom umwandeln können. Mit einer Leistung von 6,4 MW — vergleichbar der von 15 schweren Lkw — kann diese Lokomotive problemlos 50 Güterwagen mit einem Gesamtgewicht von 2500 t ziehen, wie es heißt.

Bis Ende Dezember werden insgesamt 26 dieser neuen Loks für den grenzüberschreitenden Betrieb ausgerüstet sein. Insgesamt besitzt Railion 90 Lokomotiven dieser Baureihe, die bislang in Deutschland und in Tschechien eingesetzt werden, weitere Länder sind geplant. In den Niederlanden soll die Europa-Lok direkt auf den wichtigsten internationalen Korridoren von und nach Rotterdam über die Betuwe-Route eingesetzt werden. Railion hat damit einen Schritt hin zu einer weiteren Internationalisierung des europäischen Schienengüterverkehrs getan.

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