Verpackungstechnik

Ergonomische Vorteile verschaffen der Umreifungstechnik Aufwind

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Ganz selten wird eine Maschine absolut identisch ein zweites Mal gebaut. „Lediglich immer wiederkehrende Komponenten, wie Umreifungsaggregate, Abroller oder Verfahrbewegungen, werden – wo möglich – standardisiert, um die Kosten und die Entwicklungszeiten zu reduzieren“, so Pollehn.

Umreifungstechnik ermöglicht hohen Durchsatz bei niedrigen Kosten

„Wenn es um hohen Durchsatz und hohe Effizienz zu geringsten Kosten geht, führt an der Umreifung kein Weg vorbei“, ist Mosca überzeugt. Zudem ist im Gegensatz zu Klebestreifen eine absolut sortenreine Trennung der verwendeten Fraktionen möglich. Für Mosca gute Argumente, die für einen Trend in Richtung Umreifungstechnik sprechen.

„Das Bewusstsein für die Ladungssicherung nimmt bei Frächtern und Verladern ständig zu. Genauso wie die polizeilichen Kontrollen, bei denen das Ladegut auf fachgerechte Sicherung geprüft wird. Die Strafen bei nicht vorschriftsmäßiger Ladungssicherung sind erheblich und betreffen nicht nur den Fahrer, sondern gehen zurück bis zum Verlader und dem Geschäftsführer der Firma des Absenders“, so Kimmerle.

Auch Pollehn ist davon überzeugt, dass PET-Bänder in den nächsten Jahren weiterhin hohe Zuwachsraten aufweisen. Allerdings gibt es Grenzen: So werden Anwendungen etwa bei hohen Temperaturen (> 150 °C), sehr scharfen Packstückkanten oder bei Produkten, die im Band angehoben werden, schwer durch ein Kunststoffband abzulösen sein.

Der Alltag aus der Titan-Umreifungstechnik belegt dies durch zwei Beispiele: Bis zu 700 bis 800 °C heiße Warmbreitbandcoils müssen zuverlässig mit Hochleistungs-Verpackungsstahlbändern umreift werden. „Die extremen Temperaturen stellen hohe Herausforderungen an die Technik, da ein nicht umreiftes Coil mit den Handlingsystemen nicht weitertransportiert werden kann und damit Stillstände oder ein hoher manueller Aufwand verursacht werden“, beschreibt Pollehn die schwierige Situation. Bei Faserballen müssen in sehr kurzer Taktzeit zuverlässig mehrere Umreifungen mit PET-Band an die gepressten Faserballen angelegt werden. Versagt das abgestimmte System zwischen Band und Aggregat, platzen die Ballen im Lager, Lkw oder Container.

Das Gesamtsystem beim Umreifen im Auge behalten

Für Rolf Ackermann, Commercial Director bei Cyklop, sind generell zwei Dimensionen zu beachten: die der Transportgutsicherheit für den Verkehr und die für das Packstück selbst. „Die beste Sicherheit für beide Dimensionen bietet eine Kombination von Umreifen und Stretchen“, so Ackermann. Den besten Verbund mit der Palette bietet das Umreifen, hier wird jedoch keinerlei Schutz der Oberfläche des Packgutes geboten; dies ist wiederum beim Stretchen ein wesentlicher Vorteil. Allerdings reicht für viele Packstücke der durch das Stretchen erzielbare Verbund mit der Palette aus.

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