Verpackungstechnik Ergonomische Vorteile verschaffen der Umreifungstechnik Aufwind

Autor / Redakteur: Sabine Mühlenkamp / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Fast überall im Alltag, ob um den Karton oder um die Palette, begegnen einem Umreifungsbänder, die alle möglichen Waren sichern – vom Pflasterstein bis zum Stoffballen. Für deren zuverlässigen Halt setzt die Branche auf viel Know-how und Erfindungsreichtum.

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Der Kostendruck forciert neue Entwicklungen in der Umreifungstechnik. Titan bietet während der Interpack einen Shuttle-Service zu seiner Hausmesse an.
Der Kostendruck forciert neue Entwicklungen in der Umreifungstechnik. Titan bietet während der Interpack einen Shuttle-Service zu seiner Hausmesse an.
(Bild: Titan Umreifungstechnik)

Betrachtet man die Menge der produzierten Meter, liegen Kunststoffbänder eindeutig an erster Stelle. „Dies resultiert aus den vielen einfachen Anwendungen, in denen PP (Polypropylen) und PET (Polyester) bereits seit vielen Jahrzehnten das Stahlband verdrängt haben“, erklärt Harald Pollehn, Gesamtvertriebsleiter bei Titan Umreifungstechnik.

Kunststoff- und Metallbänder wetteifern um Spitzenposition in der Umreifungstechnik

Hinzu kommen seit einigen Jahren die Produkte, die mit hochwertigen PET-Bändern bei sehr hohen Packstückgewichten von einigen Tonnen das Verpackungsstahlband ersetzen konnten. „Gemessen in Tonnen aber ist weltweit das Verpackungsstahlband (Metall) bei Weitem das am häufigsten eingesetzte Umreifungsmedium“, so Pollehn.

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Welcher Werkstoff zum Einsatz kommt, hängt von dem einzupackenden Produkt ab. Andreas Kimmerle, Geschäftsführer von Ergopack, nennt eine Faustformel:

Beträgt also das Palettengewicht 800 kg und es sind zwei Umreifungen pro Palette nötig, muss die Reißkraft des Bandes mindestens 600 kg betragen, um das Packgut vorschriftsmäßig auf der Palette zu sichern.

Neben der Belastungsgrenze stellt sich für die Umreifungsspezialisten die Frage, wie das Umreifungsband rationell, zuverlässig und sicher um die Palette geführt und gespannt wird.

Automatische Umreifungssysteme eine Frage der Ergonomie und Energie

Automatische Systeme, die idealerweise direkt am Ende der Fertigungsstraße installiert werden, haben ihre Vorteile. Die Nachteile liegen laut Aussage von Kimmerle im hohen Investitionsaufwand (50.000 Euro aufwärts), in der Größe der Systeme und der mangelnden Flexibilität hinsichtlich unterschiedlicher Bänder und Palettenmaße. Zudem muss immer das Packgut zur Maschine gebracht werden.

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