Unter Spannung Erste Elektro-Lkw-Ladestationen im Hafen von Rotterdam

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Auf dem Lkw-Parkplatz Bodaanweg im Waalhaven von Rotterdam können jetzt bis zu acht Elektro-Lkw gleichzeitig laden.

Der Rotterdamer Hafen hat jetzt fünf Ladesäulen für Elektro-Lkw! Von links: Boudewijn Siemons, COO und Interims-CEO der Port of Rotterdam Authority, und Vincent Karremans, Beigeordneter für Umsetzung, öffentlichen Raum und Mobilität der Stadt Rotterdam.  (Bild:  K. Alexandre)
Der Rotterdamer Hafen hat jetzt fünf Ladesäulen für Elektro-Lkw! Von links: Boudewijn Siemons, COO und Interims-CEO der Port of Rotterdam Authority, und Vincent Karremans, Beigeordneter für Umsetzung, öffentlichen Raum und Mobilität der Stadt Rotterdam.
(Bild: K. Alexandre)

Ein nachhaltigerer Straßenverkehr ist ein wichtiger Schritt hin zum CO2-neutralen Güterverkehr und trägt zu einer saubereren Umwelt bei, heißt es. Und Studien zeigten, dass rund 70 Prozent der Containerfahrten auf Straßen innerhalb der Region blieben. Elektro-Lkw sind deshalb geeignet, um Fahrten über diese relativ kurzen Distanzen nachhaltiger werden zu lassen. Die Port of Rotterdam Authority hat deshalb vor Kurzem mit Truckparkings Rotterdam Exploitatie (TRE) die ersten fünf Ladesäulen für Elektro-Lkw im Hafen eröffnet.

Die Lkw-Parkplätze sind für einen sicheren, komfortablen Aufenthalt konzipiert, wie die Projektpartner sagen. Die Park- und Ladebuchten würden auch rund um die Uhr überwacht. Für den Ladevorgang sei auch noch keine Reservierung erforderlich. Die Elektro-Lkw könnten sich direkt an der Sprechanlage an der Einfahrt melden. Für Elektro-Lkw werden außerdem keine Parkgebühren erhoben, dennoch können alle Einrichtungen des bewachten Lkw-Parkplatzes genutzt werden, wie es weiter heißt.

Tausende von Elektro-Lkw sind zu erwarten

Spediteure könnten smarte Kombinationen planen, indem sie etwa ihre Lkw aufladen, während die Fahrer auf dem Parkplatz ihre gesetzlich vorgeschriebene Ruhepause einlegten. Der Übergang zum nachhaltigen Transport kann nach Ansicht von TRE so ohne Zeitverlust komfortabel, sicher und einfach umgesetzt werden. Dass sich der Aufwand lohnt, macht eine Studie der niederländischen Organisation für Angewandte Naturwissenschaftliche Forschung (TNO) im Auftrag der Port of Rotterdam Authority deutlich. Demnach sollen bis 2030 rund 2.000 Elektro-Lkw im Hafengebiet zu erwarten sein. Für diese Zahl werden dann aber etwa 50 Ladesäulen benötigt, wie es heißt. Im Jahr 2021 haben Unternehmen wie Innocent Drinks und Den Hartogh bereits die ersten elektrisch betriebenen 50-Tonner in Rotterdam in Betrieb genommen. Und vor rund zwei Jahren hat DFDS einen Auftrag über mehr als 125 Elektro-Lkw in Europa erteilt, von denen einige auch in Rotterdam fahren werden. Außer der Elektrifizierung werde auch Wasserstoff eine Rolle im nachhaltigen Verkehr spielen.

Näheres über das Ladesäulenprojekt in Rotterdam

Das Projekt im Waalhaven wurde in Zusammenarbeit mit ABB E-Mobility, Batenburg Techniek, KWS Infra, Stedin sowie mit Varo Energy umgesetzt, die für TRE den Betrieb der Ladesäulen übernimmt, wie man weiter erfährt. Darüber hinaus ist die Initiative Teil des Wissensprogramms Living Lab Heavy Duty Loading der nationalen Straßen- und Wasserbaubehörde Rijkswaterstaat.

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