Hafenlogistik Erste ferngesteuerte Containerbrücken Hamburgs

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Der Container-Terminal Altenwerder (CTA) im Hamburger Hafen ist sowieso schon hochgradig automatisiert. Jetzt erhält die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) für den Terminal die ersten ferngesteuerten Containerbrücken Hamburgs.

Nächtliche Anlieferung automatisierter Containerbrücken am Container-Terminal Altenwerder (CTA) im Hamburger Hafen.(Bild:  HHLA/Thies Rätzke)
Nächtliche Anlieferung automatisierter Containerbrücken am Container-Terminal Altenwerder (CTA) im Hamburger Hafen.
(Bild: HHLA/Thies Rätzke)

Drei neue, hochautomatisierte Containerbrücken zur weiteren Steigerung der Effizienz kamen am vergangenen Samstag an Bord des Spezialschiffs „ZHONG REN 121“ am Hamburger Container-Terminal an und sollen bis Ende Dezember an der Kaikante des Liegeplatzes 1 am CTA intaslliert und schrittweise in Betrieb genommen werden. Die Brücken wurden von der Firma Liebherr teilmontiert aus Irland geliefert. Mit einer aufgetoppten (aufgerichteten) Gesamthöhe von bis zu 120 Metern und einer Auslegerlänge von rund 70 Metern können die drei neuen Brückenkrane Schiffe von bis zu 16.000 TEU abfertigen. Mit der Investition in die neuen Brücken stärkt die HHLA die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Anlagen und schafft die Grundlage dafür, ihren Kunden auch in Zukunft Spitzenleistungen anbieten zu können, ist man sich in Hamburg sicher.

Der CTA hat seit seiner Gründung die Standards der Branche geprägt und setzt auch heute wieder ein Zeichen für Innovation und Effizienz.

Angela Titzrath, CEO der HHLA

Mit den neuen Brücken lassen sich die Containerriesen künftig noch schneller und reibungsloser abfertigen. Die Kräne werden teilautomatisiert und ferngesteuert betrieben, sodass die Containerbrückenfahrer sie künftig aus einem modernen Fernsteuerstand im Bürogebäude überwachen und steuern werden. Beim Be- und Entladen der Schiffe können die Beschäftigten zudem auf umfassende Automatikunterstützung zurückgreifen. Die Kräne verfügen darüber hinaus über ein Optical Character Recognition (OCR)-System, das die Container digital und automatisch erfasst. Dadurch erfolgt ein automatischer Abgleich mit den bereits digital vorgemeldeten Containerinformationen.

Innovative Technik verlangt umfassende Qualifizierung

Rebecca Vick ist Direktorin Container Entwicklung Hamburg. Sie sagt zum Invest in die drei Neuen: „Die Einführung dieser innovativen Containerbrücken-Technologie am CTA steht für den zukunftsweisenden Wandel in der Terminaltechnik. Mit dieser Weiterentwicklung des Terminals verfolgen wir das Ziel, unsere Prozesse noch effizienter zu gestalten und den Automatisierungsgrad weiter zu steigern, um so den Terminal nachhaltig und zukunftssicher auszurichten.“ „Darüber hinaus investieren wir kontinuierlich in die Weiterentwicklung und Qualifizierung unserer Beschäftigten“, ergänzt CTA-Geschäftsführer Patrick Krawutschke. „Deshalb begleiten wir die Einführung der neuen, innovativen Krantechnologie mit umfassenden Qualifizierungsmaßnahmen und freuen uns darauf, die neuen Kräne gemeinsam mit unserem Team erfolgreich in den operativen Betrieb zu integrieren.“

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