Nachhaltigkeit Erster Wasserstoff-Lkw bei GLS fährt jetzt im Regelbetrieb

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Seit Ende 2023 fährt GLS im Großraum Köln/Bonn bei der Paketzustellung auf Wasserstoff ab. Erstmals verfügt der Logistikdienstleister damit über verlässliche Informationen zur Verwendung des alternativen Kraftstoffs im Fernverkehr. Hier Details und eine erste Bilanz ...

Inbetriebnahme des ersten wasserstoffgetriebenen Lkw bei GLS im Fernverkehr (v.l.): Martin Schneider (Hylane), Gero Liebig (GLS Germany, im Lkw), Holger Immen (GLS Group) sowie Oualid Hamza und Henrik Gundlach (beide GLS Germany) sowie Christian Flick von Recht Logistik.(Bild:  Peter Jülich/GLS Germany)
Inbetriebnahme des ersten wasserstoffgetriebenen Lkw bei GLS im Fernverkehr (v.l.): Martin Schneider (Hylane), Gero Liebig (GLS Germany, im Lkw), Holger Immen (GLS Group) sowie Oualid Hamza und Henrik Gundlach (beide GLS Germany) sowie Christian Flick von Recht Logistik.
(Bild: Peter Jülich/GLS Germany)

Bei der Umsetzung seiner Nachhaltigkeitsstrategie „Klima Protect“ priorisiert GLS eigenen Angaben zufolge die Emissionsvermeidung und den Einsatz emissionsfreier beziehungsweise emissionsarmer Fahrzeuge. Als einer der führenden Paketdienste Deutschlands hat GLS Germany jetzt seinen ersten Wasserstoff-Lkw in Regelbetrieb genommen. Damit unterstreicht das Unternehmen die eigenen Ambitionen in Sachen Nachhaltigkeit und Innovation im Fernverkehr. Der mit Wasserstoff betriebene Hyundai Xcient Fuel Cell wird seit Ende vergangenen Jahres im Großraum Köln-Bonn eingesetzt.

Als GLS Group testen wir aktuell mit unseren Gesellschaften und Netzwerkpartnern in über 20 Ländern Europas sowie in Kanada und den USA alternative, emissionsarme Antriebsarten.

Holger Immen, Chief Compliance and Sustainability Officer GLS Group

Der Hyundai-Lkw hat ein Tankvolumen von 31 Kilogramm Wasserstoff, womit pro Tankfüllung bis zu 380 Kilometer zurückgelegt werden können. Pro Tour können bis zu 1.300 Pakete transportiert werden. Die Fahrzeugbetankung erfolgt über öffentliche Infrastruktur in Wesseling und Frechen. In Kooperation mit dem GLS-Partnerunternehmen Recht Logistik und dem Fahrzeugvermieter Hylane wird der Lkw im Hauptlauf sowie bei der Kundenpaketabholung eingesetzt. Mittlerweile wurden über 8.500 Kilometer mit dem Fahrzeug zurückgelegt und fast 50.000 Pakete emissionsarm transportiert, wie der Logistikdienstleister angibt.

Fernverkehr rückt in den Fokus

Laut Holger Immen rückt bei GLS neben der wachsenden Anzahl an E-Fahrzeugen, mit denen der Logistikdienstleister seine Kunden auf der letzten Meile beliefert, der Fernverkehr mit Innovationen und Pilotprojekten zunehmend in den Fokus. Für GLS Gemany sei der Einsatz des ersten Wasserstoff-Lkws ein weiterer Meilenstein bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie ,Klima Protect‘, so der Chief Compliance and Sustainability Officer.

Dass die vor Ort gesammelten Erfahrungen wertvoll für das gesamte GLS-Netzwerk sind, unterstreicht auch Region Manager Gero Liebig. Er benennt Vor- und Nachteile des Fahrzeugs: „Der Wasserstoff-Lkw ist im Betrieb sehr leise, wodurch eine Nachtanlieferung auch in bewohnten Ortslagen jederzeit möglich ist. Durch die perfekte Abstimmung von Lenkung und Federung wird ein angenehmes Fahrgefühl erzeugt, was sich positiv auf die Belastung und Gesundheit der fahrenden Person auswirkt.“ Aufgrund des zeitintensiven Tankvorgangs von bis zu 15 Minuten sowie der noch limitierten Verfügbarkeit von Betankungsmöglichkeiten sei allerdings ein größerer Planungsaufwand im Tagesgeschäft erforderlich. (bm)

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