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Kommissioniertechnik

Flexibel und wirtschaftlich durch Mechanisierung

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Guter Support der 25 Vorreiter-Filialen bringt Erfahrungen für die weitere Umstellung

Die Art der Kommunikation ist hierfür ein ganz zentrales Instrument. So hat man beispielsweise die ersten 25 Migros-Filialen in der Phase des Hochlaufs täglich betreut und einen eigenen Support dafür aufgebaut. Das hat Migros perfekt organisiert.

Das Feedback, das man während der Umstellung aus den Filialen bekommen hat, gab täglich neue Impulse für die nächsten Schritte. Und auch die Lieferanten wurden weit vor der Umstellung schon auf das neue Migros-System vorbereitet: Produktqualität und Stammdatenhandling sind wichtig, damit die Anlage tagtäglich hochverfügbar arbeiten kann. Und auch diese Aufgabe wurde erfolgreich bewältigt, denn der Anteil der Produkte, die nicht „COM-fähig“ sind, geht bei Migros mittlerweile gegen 0 % – ein unverkennbares Zeichen für eine gut abgestimmte Zusammenarbeit zwischen Migros und seinen Lieferanten. Durch die sehr gute Vorbereitung war der Anlagenhochlauf schon nach etwas mehr als drei Monaten erfolgreich abgeschlossen. Von der ersten Nachschubbearbeitung bis zur Belieferung aller über 600 Filialen hat es gerade einmal 14 Wochen gedauert.

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Termintreue signifikant gestiegen

Die Einführung von OPM hat sich für Migros ausgezahlt – die Ergebnisse können sich sehen lassen. Heute sind die Lieferketten von Migros kaum noch anfällig für saisonale oder witterungsbedingte Einflüsse und damit in weiterer Konsequenz auch für Out-of-Stock-Situationen in den Verkaufsregalen. Früher hat Migros im Vergleich zu heute einen viel größeren Vorlauf benötigt und konnte auch nicht so zeitgenau kommissionieren. Auch eine filialgerechte Kommissionierung, ausgerichtet an den Anforderungen des jeweiligen Marktes, war nicht möglich. Mit der OPM-Lösung ist man in der Lage, das zu tun, und hat außerdem zu jeder Zeit die volle Transparenz über alle logistischen Abläufe. Und diese Abläufe passen exakt auf das Geschäft von Migros. Mit Beginn des Anlagenhochlaufs hat man die kommissionierten Paletten bis zum jetzigen Zeitpunkt immer termingerecht sowie in der geforderten Menge und Qualität an den Kunden geliefert. Bereits während der Hochlaufphase hatte Migros einen Auslieferungsgrad von 99,2 %. Alle von der Geschäftsführung vorgegebenen betriebswirtschaftlichen Ziele sowie alle vorgegebenen Qualitätskennzahlen gegenüber den Kunden wurden erreicht.

Weil auch die Ergonomie in sämtlichen Prozessen ein wichtigeres Thema ist, sieht sich Migros mit dem neuen System bestens aufgestellt. Das Unternehmen hat eine unternehmerische Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern, für die es zukunftsweisende Arbeitsplätze in einem attraktiven Arbeitsumfeld bereitstellen kann. Dieser Verantwortung wird man mithilfe der Witron-Kommissionierlösung ebenfalls gerecht.

Und auch über weitere Ausbauschritte denken die beiden Logistikpartner bereits nach. So ist unter Umständen ein Ausbau der gemeinsamen Aktivitäten im Bereich der Lagerkapazitäten für die Migros-Lieferanten geplant.

* Ulrich Schlosser ist Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Vertrieb Logistiksysteme bei der Witron Logistik + Informatik GmbH in 92711 Parkstein

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