Leiser Standortbetrieb Industrielärm im Binnenhafen wirksam senken

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 1 min Lesedauer

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Im Projekt „Lärmoptimierte Logistik im Binnenhafen (LOLA)“ hat das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit (LBF) mit Partnern Lärmminderungsmaßnahmen für reale Hafenprozesse entwickelt, gebaut und erprobt.

Vibroakustische Metamaterialien reduzieren Schwingungen effizient.(Bild:  Fraunhofer-LBF)
Vibroakustische Metamaterialien reduzieren Schwingungen effizient.
(Bild: Fraunhofer-LBF)

Lärm, zumal Industrielärm, kann Binnenhäfen, Beschäftigte und die Nachbarschaft belästigen. Die LBF-Forschenden haben jetzt aktive, semi-aktive, passive und prozessuale Lösungen in Labor und Feld untersucht, die zur Lärmminderung beitragen sollen. Das Ergebnis: bis zu 3 dB weniger Lärm an kritischen Stellen und effizientere Abläufe. Davon profitieren Hafenbetreiber, Logistikunternehmen und Beschäftigte gleichermaßen. Gefördert wurde das Projekt durch das Bundesministerium für Verkehr. Im Projekt entwickelte und erprobte das Fraunhofer-LBF gemeinsam mit dem geförderten Projektpartner Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) und Müller-BBM Maßnahmen zur Lärmminderung für reale Hafenprozesse. Unter den Ansätzen befanden sich, wie es heißt, vibroakustische Metamaterialien, Active Noise Control, Bragg-Arrays und Acoustic Black Holes.

Konkrete Ansätze für leiseren Betrieb

Entwicklung und Praxiserprobung der Anwendungsdemonstratoren erfolgten unter der Leitung des Fraunhofer-LBF. Bragg-Arrays reduzierten tonale Geräusche gezielt, vibroakustische Metamaterialien minderten Schwingungen und Acoustic Black Holes ergänzten den technischen Ansatz. Grundlage waren, wie es heißt, fünf Use Cases – vom Schüttgut- bis zum Containerumschlag. Parallel analysierten die Projektbeteiligten logistische Abläufe und optimierten sie, um Lärmquellen zu vermeiden.

Die Ergebnisse hätten eine klare Wirkung gezeigt: Je nach Anwendungsfall konnte der Schall um bis zu 3 dB reduziert werden, zugleich wurden Logistikprozesse effizienter. Damit erhalten Hafenbetreiber, Logistikunternehmen und Industriepartner konkrete Ansatzpunkte, um Standorte leiser zu betreiben, Beschäftigte besser zu schützen und Konflikte mit angrenzenden Wohngebieten zu verringern.

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