Luftfracht

Für den Ansturm gerüstet mit Multi-User-Konzept am Airport

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Röntgengeräte durchleuten bis zu 180 cm breite Frachtstücke in einem Durchgang

Zwei Röntgenanlagen bilden seit Anfang des Jahres das Herzstück der Luftfrachtimmobilie am Rande des Norderstedter Nordport-Geländes. Die rund 300.000 Euro teuren Geräte des Herstellers Smiths Heimann zählen zu den derzeit modernsten Anlagen im Markt, denn es handelt sich dabei um sogenannte Dual-View-Modelle. Das sind Anlagen, die in der Lage sind, Frachtstücke in einem Aufwasch sowohl von der Seite als auch von oben zu durchleuchten und selbst bis zu 6 cm dickes Metall zu durchdringen.

Eine der wenigen Einschränkungen, die das angewandte X-Ray-Scan-Verfahren mit sich bringt: Um die Frachtstücke durch die riesigen Röntgengeräte schleusen zu können, ist es zwingend erforderlich, dass diese nicht breiter als 180 cm sind. „Für den Fall, dass sich eine Sendung aufgrund ihrer Größe, ihres Gewichts, oder Inhalts nicht röntgen lässt, halten wir im WCC zusätzlich auch sogenannte Sniffer-Detektionsgeräte bereit“, erklärt Bianca Bazant, Geschäftsführerin des Luftfracht-Sicherheitsspezialisten und Geräteeigentümers LFS.

Zeitlicher und finanzieller Vorteil für die Unternehmen

Laut ihrer Schilderung ist das dazugehörige Verfahren aber noch etwas komplizierter als das Röntgen: Damit die betreffenden Sendungen mittels Wisch-Pads auf Sprengstoff oder andere gefährliche Inhalte untersucht werden können, müssen sie zuvor geöffnet werden, sodass die Fracht von allen Seiten für die Sicherheitskontrollkräfte zugänglich ist. „Die Prozesse im WCC gehen hier Hand in Hand“, unterstreicht der Garbe-Logistic-Vorstand Hempel den resultierenden Nutzeneffekt. Im schnellen Luftfrachtgeschäft sei es für die Verlader nicht nur von großem zeitlichen, sondern auch von finanziellem Vorteil, wenn die Frachtstücke gleich im Anschluss an die Prüfung durch einen spezialisierten und anerkannten Verpackungsbetrieb wieder verschlossen werden können.

Nach Ansicht Hempels zählen in dem Nutzungskonzept des WCC Norderstedt eindeutig aber auch die Dienstleister zu den Profiteuren. „Wir haben im WCC Norderstedt die Besonderheit, dass sich die Dienstleister symbiotisch ergänzen“, sagt der Hamburger Logistikimmobilienexperte. „Während im oberen Teil des Immobilienkomplexes die Büros zahlreicher Luftfrachtspediteure untergebracht sind, verteilt sich die auf etwa 20.000 m² ausgebaute Nutzfläche in dem durch Sicherheitsschleusen abgetrennten unteren Teil der Immobilie auf alle Dienstleistungen rund um die direkte Luftfrachtabwicklung.“ Das minimiert die Wege zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern und schafft somit eine wichtige Voraussetzung für sichere und effektive Dienstleistungen im schnellen Luftfracht-Tagesgeschäft.

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