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Die baulichen Besonderheiten der in rund 4,5 km vom Flughafen entfernten Luftfrachtimmobilie verstärken diesen Effekt: Neben den 49 fest installierten Lkw-Verladestationen bietet die vollständig stützenfrei gebaute Immobilie auf der oberen Ebene der Halle zusätzliche Abstellmöglichkeiten für ankommende Lkw. Das für etwa 500 Fahrzeuge konzipierte Pkw-Parkdeck auf dem Dach des WCC hilft darüber hinaus, Platz zu sparen und sämtliche ein- und ausgehenden Verkehre strikt voneinander zu trennen.
Ein Luftfracht-Erweiterungsbau ist von den Entwicklern schon geplant
Neben den beiden neuen Röntgenanlagen beherbergt die vollständig umzäunte Luftfrachtimmobilie noch eine Reihe weiterer, für das Luftfracht-Handling vorgeschriebener Sicherheitsdetails. „Im WCC Norderstedt existieren Zutrittskontrollen für sämtliche Bereiche“, verdeutlicht der Garbe-Logistic-Vorstand Hempel. Die Umschlaghallen dürfen grundsätzlich nur durch überprüftes und geschultes Personal betreten werden. Videokamerasysteme, die sowohl im Innen- als auch im Außenbereich installiert wurden, bewachen die Immobilie rund um die Uhr. Sie geben den Mietern darüber hinaus aber auch die Sicherheit, dass alle ein- und ausgehenden Sendungen im Falle eventueller Ungereimtheiten innerhalb kürzester Zeit nachverfolgt werden können.
Sorgen, das WCC Norderstedt könne ab dem kommenden Frühjahr einer explosionsartig steigenden Nachfrage auf die vorhandenen Röntgen- und Stauflächenkapazitäten nicht standhalten, treiben den Chef des Hamburger Logistikimmobilienentwicklers bishernoch nicht um. „Klar ist aber, dass der Frachtumschlagbereich schon heute sehr stark ausgelastet ist und die Immobilie auch im Bürobereich zunehmend an gewisse Auslastungsgrenzen stößt“, sagt Hempel. Bei Garbe Logistic plant man deshalb einen 10.000 m² großen Erweiterungsbau, der im Oktober 2013 bezugsfertig sein wird.
Kein Referenz-Konzept für andere Standorte in Deutschland
Angedacht, so heißt es, ist darüber hinaus auch ein 6500 m² umfassender Erweiterungsbau in Richtung Flughafen. Wann dieser jedoch fertiggestellt sein wird, lassen die Immobilienentwickler derzeit noch offen. „Wir gehen von einer rund sechsmonatigen Bauzeit aus“, sagt Hempel. Einen konkreteren Zeithorizont gebe es dafür im Moment jedoch noch nicht.
Obwohl sich das WCC in den bisherigen vier Jahren seines Bestehens insbesondere als Umschlagader für den in Hamburg dominierenden Teil nicht geflogener Luftfrachtsendungen etabliert hat: Als Referenzkonzept für ein großflächiges bundesweites oder sogar europäisches Netz sieht der Garbe-Logistic-Vorstand den norddeutschen Luftfrachtumschlag-Stützpunkt entgegen früheren Ankündigungen derzeit nicht. „In Norderstedt profitieren wir davon, nicht direkt in den Flughafenbereich integriert zu sein“, sagt Hempel. An Luftfrachtstützpunkten, die mit einem direkten Vorfeldzugang ausgestattet sind, sei die Situation weitaus schwieriger. Die Gefahr, von örtlichen Behörden als Teil der Infrastrukturpolitik verstanden zu werden, treibe den Kostenaufwand in die Höhe. Im Bereich der drittverwendungsfähigen Kontraktlogistikobjekte seien die Planungs- und Realisierungskosten deutlich geringer.
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