Containerumschlag

Geräte und Systeme für das Containerhandling

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Portalkrane und Reachstacker für den Containerumschlag

Im Segment der Umschlaggeräte werden insbesondere zwei Lösungen eingesetzt:

  • Der Reachstacker ist ein spezieller Stapler, der entsprechend dem mit der Box vorzunehmendem Handling konstruiert wurde. Er besitzt einen teleskopierbaren Ausleger, um unterschiedliche Distanzen zu überwinden, und hydraulische Greifarme zur Aufnahme der Box. Dieser Stapler ist flexibel einsetzbar, da er neben den Ladevorgängen auch Transport- und Lageraufgaben durchführen kann.
  • Der Portalkran kommt hauptsächlich bei bi- und trimodalen Terminals im Binnenland zum Einsatz. Die Portalbauweise mit großen Spannweiten und Brückenlängen ermög-licht das Überspannen weiter Flächen. Die Lastaufnahme erfolgt über am Spreader befindliche Twistlocks, die an den obenliegenden Eckpunkten des Containers funktions- und betriebssicher verriegelt werden. Ähnliche Krane werden auch beim Handling von Wechselbehältern in Mega-Distributionszentren zum Verladen oder zur Bereitstellung für Transportgeräte eingesetzt. Die Lastaufnahme erfolgt dabei durch Greifarme, da die Aufbauten für einen Spreader-Betrieb ungeeignet sind.

Für die anfallenden Transportaufgaben werden die unterschiedlichsten Geräte am Markt angeboten:

  • Die Frontstapler gehören zur Gruppe der freitragenden Stapler, bei denen die Momente durch die Last mit entsprechenden Gegengewichten aus der Gerätekonstruktion selbst und gegebenenfalls durch zusätzliche Gegengewichte auszugleichen sind. An dem hydraulisch betriebenen Hubgerüst befindet sich ein Spreader zur Lastaufnahme. Das Gerät ist neben den Transportaufgaben für Ladevorgänge und Lagerungen sehr flexibel einsetzbar. Allerdings hat es wegen seiner Bauart ein sehr hohes Eigengewicht. Zudem ist sein Einsatzbereich begrenzt, weshalb es in Europa vom Reachstacker weitgehend verdrängt worden ist.
  • Die Portalstapler, auch Straddle-Carrier genannt, übernehmen den Transport und auch das Stapeln der Container. Sie bestehen aus einer schmalen, portalartigen Rahmenkonstruktion mit untenliegenden, lenkbaren Fahrantrieben, einem Hubsystem mit Spreader und einer obenliegenden Fahrerkabine. Die Fahr- und Hubvorgänge erfolgen durch diesel-elektrische Antriebe. Die Lokalisierung der Stapler auf dem Gelände geschieht durch spezielle Ortungssysteme. Beim Handling überfahren die Portalstapler die Container und nehmen sie mit dem Spreader auf. Im Lager ist mit diesen Geräten und ihrer Technik auch eine Vierfachstapelung möglich.
  • Die automatischen Transportgeräte für den Außenbetrieb gehören zur Familie der fahrerlosen Transportsysteme (FTS). Diese Fahrzeuge sind im Prinzip wie ein Lkw ohne Führerhaus aufgebaut und besitzen ein Chassis mit Aufnahmeplattformen für die Container. Die Energieversorgung der verschiedenen Aggregate übernimmt ein Dieselmotor. Die Orientierung der Fahrzeuge auf dem Gelände erfolgt durch im Boden eingelassene, elektromagnetische Wegmarken. Damit können zusammen mit Management- und Navigations-Software alle notwendigen Fahrbewegungen auf den Umschlagplätzen verwirklicht werden.

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