Duisburg Gateway Terminal Größtes Containerterminal im europäischen Binnenland eröffnet

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Im Beisein von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst und 250 Gästen wurde jetzt das Duisburg Gateway Terminal (DGT) feierlich eröffnet. Das Transformationsprojekt steht unter dem Motto „Container statt Kohle“.

Das am Montag auf einem Areal von 33 Fußballfeldern eröffnete Duisburg Gateway Terminal (DGT) ist ein Modellprojekt für die Zukunft der Logistik.(Bild:  Duisport)
Das am Montag auf einem Areal von 33 Fußballfeldern eröffnete Duisburg Gateway Terminal (DGT) ist ein Modellprojekt für die Zukunft der Logistik.
(Bild: Duisport)

Der Duisburger Hafen hat eine über 300-jährige Geschichte zu erzählen. Am Montag kam ein weiterer bedeutender Meilenstein hinzu: Auf der ehemaligen Kohleninsel ist der erste Bauabschnitt des Duisburg Gateway Terminal (DGT) fertiggestellt und nimmt nun offiziell den Betrieb auf. „Wo mehr als 100 Jahre lang Kohle umgeschlagen wurde, steht jetzt ein klimaneutrales Containerterminal. Das Duisport Gateway Terminal ist ein herausragendes Beispiel für den gelungenen Strukturwandel im Ruhrgebiet“, so Ministerpräsident Wüst. Die Umsetzung von der Idee bis zur Fertigstellung in nur wenigen Jahren zeige, dass man in Nordrhein-Westfalen Tempo mache. Es brauche Wille und Mut, um die notwendigen Veränderungen schnell umzusetzen – das sei in Duisburg gelungen. Dabei ist das DGT nicht nur das zehnte Containerterminal im Duisburger Hafen, es wird im Endausbau nach angaben von Duisport zugleich das größte im gesamten europäischen Binnenland sein.

Wenn alle Seiten – Unternehmen, Planer, Behörden, Politik und Bürgervereine – zusammenarbeiten und nach Lösungen suchen, dann sind wir erfolgreich.

Christoph Kahlert und Sven Zölle, Geschäftsführer der Duisburg Gateway Terminal GmbH

Sämtliche Güterbewegungen werden auf dem Areal digital gesteuert. Eine entscheidende Rolle dabei spielt nach Angaben von Duisport das Projekt „enerPort II“: Im Rahmen dieses Vorhabens, in das Wirtschaft und Wissenschaft gleichermaßen eingebunden sind, wird im Duisburger Hafen ein Konzept zur vollständigen energetischen Transformation des Terminals realisiert.

100 Prozent klimaneutraler Betrieb

Mit „enerPort II“ soll erstmals aufgezeigt werden, dass auch ein Terminal dieser Größenordnung mit lokaler Erzeugung von Wärme und Strom vollkommen klimaneutral betrieben werden kann. Auf dem DGT wird dazu ein nachhaltiges Energiesystem installiert, das erneuerbare Energien, Energiespeicher, Verbraucher und verschiedene Wasserstofftechnologien miteinander koppelt.

Schlüsselkomponenten dafür sind neben einer Photovoltaikanlage auch Brennstoffzellensysteme und Wasserstoffmotoren zur Stromerzeugung sowie Batteriespeicher. Ein intelligentes lokales Energienetz koppelte dabei die verschiedenen Energieanlagen und -speicher zur Versorgung der Verbraucher auf dem Terminal – dazu gehören Landstrom, Ladesäulen und Krananlagen. Darüber hinaus wird auch eine zukünftige Versorgung angrenzender Quartiere theoretisch betrachtet. Gesellschafter des Duisburg Gateway Terminal sind neben dem Duisport der intermodale Dienstleister HTS mit Containerschifffahrt als Basis, die Schweizer Hupac Group, ein Netzwerkbetreiber im intermodalen Verkehr in Europa, sowie der singapurische Hafenbetreiber PSA International. (bm)

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