Anbieter zum Thema
„Ein Entscheidungskriterium liegt in der Investition in die Infrastruktur für die Wasserstoffversorgung“, so Hesse. „Daher lohnt sich der Einsatz besonders bei großen Flurförderzeugflotten mit mehr als 30 Staplern an einem Standort. Weitere Indikatoren sind ein Mehrschichteinsatz sowie häufiger Batteriewechsel.“
Wie beurteilen die Hersteller die Zukunftsaussichten – generell und für ihr Unternehmen – von Staplern mit Brennstoffzellen-Antrieb im Vergleich zu Geräten mit Batterieantrieb oder klassischen verbrennungsmotorischen Antrieben? „Momentan beobachten wir einen spannenden Wettbewerb der Technologien: Neben der noch immer weit verbreiteten Blei-Säure-Batterie holt die Li-Ionen-Technologie immer mehr auf. Brennstoffzellen sind unter bestimmten Rahmenbedingungen, wie Flottenbetrieb, auch eine Alternative, etwa zum klassischen verbrennungsmotorischen Antrieb“, konstatiert Thomas A. Fischer.
Die Zukunftsaussichten des Brennstoffzellen-Antriebs sind vielversprechend
„Insbesondere die Fahrzeugverfügbarkeit bei gleichzeitiger CO2-Reduzierung beziehungsweise -auflösung spricht für die Brennstoffzellen-Technologie. Was diesen Trend heute noch hemmt, sind die Verfügbarkeit von Wasserstoff und hohe Investitionen in die Infrastruktur aufseiten der Betreiber. Wir von Still wollen unseren Kunden aber heute und auch in Zukunft unvoreingenommen und je nach Einsatzanforderung die für sie beste Technologie und Antriebstechnik anbieten.“
„Die Zukunftsaussichten des Brennstoffzellen-Antriebs sind vielversprechend“, betont Weinberger. „Wir erwarten einen steigenden Anteil am Energiemix, sobald es gelingt, die Energieeffizienz weiter zu steigern und damit noch mehr Einsätze wirtschaftlich darzustellen. Aber es kommt immer auf die jeweilige Anwendung an, welcher Energiequelle der Vorzug gegeben werden sollte. Linde Material Handling verfolgt dabei den TCO-Ansatz und empfiehlt seinen Kunden das Antriebskonzept, welches über den gesamten Einsatzzeitraum mit geringsten operativen Kosten zu Buche schlägt.“
Steigende Nachfrage nach Staplern mit Brennstoffzelle
„Der Toyota-Konzern hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 die CO2-Emissionen im Unternehmen auf null zu reduzieren. Die Brennstoffzellen-Technologie kann hierzu einen entscheidenden Beitrag leisten“, betont Hesse. „Toyota setzt bereits in eigenen Produktionswerken Brennstoffzellen-Stapler erfolgreich ein und plant, dies weiter auszubauen. Generell kann die Technologie bereits heute als marktreif bezeichnet werden. Wir sehen zudem eine steigende Nachfrage unserer Kunden nach Flurförderzeugen mit Brennstoffzellen.“
„Weltweit haben wir bereits mehrere Tausend Geräte mit Wasserstoff-Brennstoffzelle ausgeliefert“, so Ken Dufford, Vice President Europe von Crown. „Die Technologie an sich ist also bereits da, funktionsfähig, und kann für bestimmte Einsatzbereiche auch eine gute Alternative zur Elektrotechnologie darstellen. So beispielsweise im Freien, wenn mit schweren Lasten gearbeitet wird und vor allem überall dort, wo keine Batterieladestationen zur Verfügung stehen. Die Brennstoffzelle zeigt durchaus Potenzial, sie lässt sich beispielsweise in nur drei bis vier Minuten aufladen. Crown unterstützt alle Kunden, die sich mit dem Einsatz von Brennstoffzellen befassen möchten. Unsere Stapler können an alle erhältlichen Batterie-Emulatoren für Brennstoffzellen angepasst werden. Die Verwendung von Wasserstoff-Brennstoffzellen wird in den USA übrigens von der Regierung subventioniert“, betont Dufford. „Wenn sich dieser Antrieb wirtschaftlich rechnen soll, dann ist es an der Politik, auch in Europa entsprechende Rahmenbedingungen dafür zu schaffen.“ ■
(ID:45852376)