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Gutes Ladungsträgermanagement spart Kosten

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Ladungsträger-Strukturen: Mehr als die Hälfte der Teilnehmer (58%) nutzt zur Abwicklung der Materialströme größtenteils standardisierte Ladungsträger. Der Einsatz von beispielsweise VDA-KLT oder Europaletten ist also weit verbreitet. Allerdings gibt auch jedes siebte Unternehmen (14%) an, dass der Standardisierungsgrad innerhalb des Ladungsträger-Pools nur maximal 25% beträgt. So kommt es, dass die befragten Firmen durchschnittlich 44 verschiedene Ladungsträger-Varianten im Einsatz haben. Im Falle der Automobilhersteller liegt dieser Wert sogar im vierstelligen Bereich.

Ladungsträger-Strategie: Eine sehr hohe Bedeutung bei der strategischen Gestaltung eines Ladungsträgermanagement-Systems wird der Sicherstellung der Versorgung sowie den Logistikkosten beigemessen (Soll-Situation). Dadurch ist die Gefahr groß, dass durch diese Konstellation ein Zielkonflikt zwischen dem Servicegrad und den korrelierenden Kosten entsteht. Die durchschnittliche Zielerreichung, also die jeweilige Ist-Situation, schätzen die Teilnehmer jedoch nur auf etwa 60% ein. Es zeigt sich also ein deutliches Delta zwischen Anspruch und Wirklichkeit (siehe Grafik rechts).

Planungs- und Steuerungsmethoden: Die Situation in den Bereichen Planung, Steuerung und Verwaltung der Ladungsträger-Ströme zeigt sich ganz ähnlich: Es existieren zwar diverse Ansätze für eine effiziente LT-Abwicklung, diese werden jedoch nur teilweise in die Praxis umgesetzt. Ein standardisiertes Ladungsträger-Controlling ist beispielsweise von nicht einmal jedem zweiten Unternehmen (44%) implementiert. Falls Kennzahlen überhaupt erhoben werden, handelt es sich dabei in den meisten Fällen um Schwundquoten, Umschlagshäufigkeiten und die Lkw-Auslastung. Das bedeutet, dass nur die Hälfte der Unternehmen die Chance nutzt, ihre Prozesse transparenter zu gestalten.

Zahl der benötigten Ladungsträger oft nur geschätzt statt berechnet

Ein anderes Beispiel für die mangelhafte Nutzung bestehender Methoden ist die Dimensionierung von LT-Kreisläufen, also der Ermittlung der notwendigen Anzahl an Ladungsträgern für einen Umlauf. Sie wird nur bei ungefähr jedem zweiten Unternehmen (51%) detailliert berechnet oder simuliert, 44% der Teilnehmer schätzen die Umlaufzeiten nur ab oder arbeiten mit Faustformeln.

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