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Gutes Ladungsträgermanagement spart Kosten

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Erfahrungsgemäß ist dies ein Grund für das Delta zwischen den benötigten Ladungsträgern und dem tatsächlichen Bestand. Diejenigen Unternehmen, die eine Kalkulation durchführen, nutzen häufig ähnliche Berechnungsparameter, da praktisch alle Teilnehmer Faktoren wie Sicherheitsbestände (93%), Transportzeiten (90%) und Durchlaufzeiten (86%) mit einbeziehen.

Paletten und Behälter gehen früher in die Planungen ein

Im Bereich der Planungsmethoden sehen die meisten Unternehmen auch eine Entwicklung, die zukünftig eine stärkere Bedeutung haben wird: 78% der Teilnehmer stimmen der Aussage größtenteils oder vollkommen zu, dass eine frühzeitige Einbindung der Ladungsträger-Planung zur Vermeidung von Ineffizienzen erforderlich ist. Im Vergleich zum aktuellen Status klafft hierbei also eine deutliche Lücke.

Weiterhin werden eine Bestandsverringerung durch eine intensivierte Ladungsträger-Administration (74%) und exaktere Dimensionierung von Ladungsträger-Kreisläufen (67%) als zukünftige Stellhebel angesehen. Die Erwartungshaltung hinsichtlich technischer Weiterentwicklungen ist in der Grafik auf der linken Seite dargestellt.

Erstaunlicherweise gehen die Teilnehmer davon aus, dass sich Nachhaltigkeitsbestrebungen zukünftig nicht in besonderem Maße auf die Auswahl von Verpackungssystemen auswirken werden. Immerhin 47% der Unternehmen stehen dieser Aussage neutral gegenüber.

Volumenreduzierbare Ladungsträger schonen Umwelt und senken Kosten

Dabei gibt es mit einem stärkeren Einsatz von volumenreduzierbaren Großladungsträgern konkrete Ansatzpunkte, ökologische und ökonomische Aspekte sinnvoll miteinander zu verbinden. Solche Ladungsträger werden aktuell noch zu 62% in starren Konstruktionen genutzt, obwohl bei den Transporten beträchtliche Einsparungen möglich sind: Durch das Klappen von Ladungsträgern ist eine potenzielle Reduktion des Transportvolumens auf ein Drittel möglich.

Insgesamt empfiehlt sich für eine effiziente Steuerung des Ladungsträgermanagements ein ganzheitlicher Ansatz aus den beschriebenen Faktoren. So ein Ansatz setzt sich primär aus der Nutzung geeigneter Planungsmethoden, der Unterstützung durch das Management sowie der Fokussierung der Leergutströme zusammen. Eine Zusammenfassung der Studienergebnisse hat das Fraunhofer IML unter der Internet-Adresse www.ladungstraegermanagement.deveröffentlicht.

Dipl.-Logist. Michael Becker ist Projektleiter am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) in 44227 Dortmund.

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