Lagertechnik

Hochregallager in Silobauweise sichert hohe Warenverfügbarkeit

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Bei der Verankerung der Regalanlage ist eine Lösung gewählt worden, welche die Vorzüge verschiedener Verankerungssysteme vereint und eine Besonderheit von SSI Schäfer ist. Hier wurde die Regalanlage auf außergewöhnlich einfache, aber überaus funktionale Art und Weise mit der Bodenplatte aus Beton verbunden. Trotz der Größe des Hochregallagers war es mit dieser Verankerungsmethode möglich, die Betonarbeiten für den Untergrund zum Aufstellen des Hochregallagers ohne komplizierte Anforderungen auszuführen.

Hochregallager-Verankerung erspart komplizierte Schnittstellenklärung

Peer Allef, Leiter Vertrieb Anlagenbau bei SSI Schäfer, wertet dieses Verfahren insbesondere deshalb als Vorteil, da bei anderen Verankerungsarten gerade das Herstellen der Bodenplatte aufgrund der Berücksichtigung von Einbauteilen weit komplexer ist und oftmals mit einer aufwändigen Schnittstellenklärung einhergeht: Für ein Höchstmaß an Präzision werden nach Fertigstellung der Bodenplatte per Laser vermessene Löcher mit Hilfe einer Spezialbohrmaschine gebohrt, um anschließend die speziellen Dübel, mit denen das Regal verbunden wird, einzukleben. Die Position jedes Dübels wird sauber und detailliert protokolliert.

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Nach Meinung von Peer Allef ist das sachorientierte Mitgestalten des Bauherrn bei allen Arbeiten sehr förderlich. Dank der ausgezeichneten Zusammenarbeit mit Brillux war der Projektverlauf ideal. Nur durch die exakte Abstimmung war es möglich, die verhältnismäßig geringe Montagefläche zu kompensieren und das Lager nach viermonatiger Montagedauer sogar zwei Monate früher als geplant fertigzustellen.

Bei der Auswahl des Lieferanten für den Stahlbau des Lagers stand für Brillux nicht nur die Wirtschaftlichkeit des Angebots im Vordergrund. Auch die Kontinuität in der Kundenbeziehung und die bereits sehr guten Erfahrungen mit SSI Schäfer waren ausschlaggebend für die Auftragsvergabe.

Hochregallager-Erweiterung bereits eingeplant

Obwohl jetzt mit dem neuen Hochregallager und den zusätzlichen Kommissionierflächen ein großes Logistikpotenzial geschaffen wurde, das die gegenwärtigen Anforderungen voll erfüllt, ist auch eine künftige Erweiterung um insgesamt 10000 Stellplätze nicht ausgeschlossen. So lassen sich zum einen drei weitere Regalgassen hinzufügen. Zum anderen sind alle Gassen verlängerbar.

Die Vorzone am Kopf des Lagers, die aus einer begehbaren Bühne sowie der Tragkonstruktion für die Fördertechnik besteht, wurde so gestaltet, dass auch in der zweiten Geschossebene eine zusätzliche Förderanlage installiert werden kann.

Die aktuelle Baumaßnahme zur Erweiterung des Warenverteilzentrums ist gemäß Uwe Lemmer ein sichtbares Zeichen des unvermindert anhaltenden Firmenwachstums und zugleich ein eindrucksvolles Bekenntnis des Familienunternehmens Brillux zum Standort Münster. Durch den Lagerneubau und damit die Erweiterung des gesamten Warenverteilzentrums ist Brillux nun vorerst bestens aufgestellt – gleichzeitig sind alle Optionen für eine weitere Expansion gegeben.

Rabea Menn ist Leiterin Vertriebsassistenz Anlagenbau bei der Fritz Schäfer GmbH SSI Schäfer in 57290 Neunkirchen; Dipl.-Ing. Armin Hille ist freier Fachjournalist in 53809 Ruppichteroth

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