Holzpackmittel Holz als „Dual-Use“-Rohstoff nutzen

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) stellt ein Maßnahmenpaket zur Stärkung der militärischen und zivilen Verteidigungsfähigkeit vor. Dieser Plan rückt die zentrale Bedeutung von Holzpackmitteln für die militärische und zivile Logistik in den Fokus.

Als Schlüssel zur Stärkung der Verteidigung kann Holz beispielsweise in der Gestalt von Munitionskisten dienen, bei denen kein Funkenflug entstehen kann.(Bild:  AdobeStock/Lubo Ivanko)
Als Schlüssel zur Stärkung der Verteidigung kann Holz beispielsweise in der Gestalt von Munitionskisten dienen, bei denen kein Funkenflug entstehen kann.
(Bild: AdobeStock/Lubo Ivanko)

Sie dürfte inzwischen so ziemlich jedem klar geworden sein: Die Notwendigkeit, dass Bundeswehr, Katastrophenschutz sowie kritische Infrastruktur innerhalb weniger Jahre ertüchtigt werden müssen, um sich vor einem potenziellen Angriff zu schützen. Das ist auch Konsens beim HPE. Geschäftsführer Marcus Kirschner erklärt: „Die geplante Stärkung der Bundeswehr erfordert auch eine leistungsfähige Logistik. Holzpackmittel wie Munitionskisten und Paletten für neues Gerät müssen daher bei der Stärkung der Bundeswehr berücksichtigt werden.“

Für die Neuausrüstung und den Aufbau der zugehörigen Infrastruktur bedürfe es großer Mengen Material, Waffen und Munition sowie Baumaterial. Dieses werde zu großen Teilen in Holzkisten und auf Paletten jeglicher Größe transportiert und gelagert. „Der HPE plädiert dafür, entsprechende Produktions-Genehmigungsverfahren zu beschleunigen und die notwendige Anpassung der Produktionskapazitäten durch den Verteidigungsetat absichern zu lassen“, sagt Kirschner.

Wir brauchen modulare, serielle und systemische Bauweisen, die schnell umgesetzt werden können. Holz ist hier als nachwachsender, flexibler Baustoff besonders geeignet.

Marcus Kirschner, HPE-Geschäftsführer

Einem ganz anderen Thema widmet sich ein zweiter Vorschlag des HPE: dem Baugewerbe. Der Verband schlägt die Einführung der Gebäudeklasse „V“ vor, beispielsweise für Materiallager oder Soldatenunterkünfte. „V“ kann hier für Verteidigung oder Versorgung stehen. Diese Gebäudeklasse soll reduzierte technische Anforderungen, systematische und vereinfachte Planungen mit disziplinierten Grundrissen (zum Beispiel übereinanderliegenden Versorgungsleitungen und übereinanderliegenden Funktionsräumen) und schnellere Genehmigungsverfahren ermöglichen, um militärische und zivile Infrastrukturprojekte zügig umzusetzen.

Holz nicht einfach verfeuern

„Wir brauchen modulare, serielle und systemische Bauweisen, die schnell umgesetzt werden können. Holz ist hier als nachwachsender, flexibler Baustoff besonders geeignet. Welche Lösungen auch immer zum Zuge kommen werden, alle Baumaterialien benötigen Paletten und Holzpackmittel“, betont Kirschner.

Neben der Logistik ist auch die Rohstoffverfügbarkeit ein kritischer Punkt. Der HPE warnt daher vor Flächenstilllegungen im Wald und der Förderung von Holzenergie, da beides die Verfügbarkeit von Holz für Verpackungen, Bauprojekte und andere essenzielle Produkte gefährden würde. „Die Bautätigkeit Deutschlands darf nicht durch einen Mangel an geeigneten Materialien ausgebremst werden“, so Kirschner.

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