Speditionen

IDS rundet den Palettenkreislauf ab

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Nur ein Netzwerk-Saldo muss für die Paletten geführt werden

So muss ein Depot nicht Salden mit den 42 übrigen Depots führen, sondern nur einen einzigen Saldo gegenüber dem IDS-Netzwerk. Das System nutzt den Umstand, dass ein bestimmtes Depot zum Beispiel gegenüber einem Depot Palettenschulden hat, aber gleichzeitig Guthaben gegenüber einem anderen. Diese Guthaben und Schulden können für jedes Depot erneut saldiert werden. Die tatsächliche Stückzahl lässt sich so erheblich reduzieren.

Durch die zentrale Saldierung der 43 × 42 Depotbeziehungen konnten die zum Ausgleich nötigen Palettentransporte zwischen den Depots auf ein Minimum von nur noch rund 10 % aller Paletten verringert werden. Am Ende eines Monats muss im Normalfall die eine Hälfte der IDS-Depots ein Plus von durchschnittlich 50.000 Paletten zurückführen. Das entspricht rund 100 Komplettladungen. Die andere Hälfte der Depots benötigt diese Paletten, um sie ihren Versandkunden wieder zur Verfügung zu stellen.

Den CO2-Ausstoß um ein Drittel verringert

Welche Depots im Gesamtsystem Paletten abholen müssen, entscheidet ein cleveres Optimierungswerkzeug innerhalb des Programmes. Es schreibt verbindlich unter Einsatz moderner Operations-Research-Methoden vor, welches Depot von welchem Depot abholen muss. Das Verfahren konnte die Leerpalettentouren minimieren und so den CO2-Ausstoß bei den Ausgleichsfahrten um ein Drittel verringern.

„Weitere CO2-Optimierungen sind noch möglich“, so Bargl. Eine Voraussetzung wäre, dass die Kunden möglichst viele ihrer Empfänger überzeugen, sich am Zug-um-Zug-Tausch zu beteiligen. „Doch hier sind uns als Logistikdienstleister aufgrund der fehlenden Vertragsbeziehung zum Empfänger die Hände gebunden. So verbleibt beim Spediteur – trotz aller Optimierungsbemühungen im Netz – ein erheblicher Tauschaufwand.“

(ID:38314650)