Transportsteuerung

Integrierter Ansatz für die Transportsteuerung

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Effizient abgestimmt dank integrierter Software-Service-Lösung

Um der Anforderung nach mehr Transparenz im Transportmanagement und besserer Planung der Lieferkette gerecht zu werden, ist ein integrierter Ansatz nötig. Er verlagert die Bestell-, Belade- und Belieferungsintelligenz in eine serviceorientierte Softwarelösung und führt dort Informationen aller Beteiligten zusammen, etwa in Form einer cloudbasierten Lösung. Drei grundlegende Prinzipien sorgen bei diesem Ansatz dafür, dass Materialbedarf und Transportslots genau aufeinander abgestimmt sind und die Lkw möglichst optimal ausgelastet werden:


„Breathe“:

Gemäß diesem Prinzip entscheidet die Software, ob Bedarf innerhalb vorgegebener Grenzen aus späteren Slots vorgezogen oder bewusst erst in nachgelagerten Slots transportiert wird, um eine möglichst optimale Auslastung der Lkw sicherzustellen. Hierfür müssen Informationen über die aktuellen Bestände im Werk vorliegen, damit die Einlagerung des Materials und eine reibungslose Produktion gewährleistet sind.


„Mix“:

Dieses Prinzip kommt zur Anwendung, um durch die Bildung von Paletten mit unterschiedlichen Sachnummern (Mischpaletten) Bedarfe so zusammenzufassen, dass Materialien bei optimaler Laderaumauslastung gleichmäßig abgeholt werden.


„Load & Sequence“:

Bisher wird sehr häufig nur anhand von Paletten und Ladevolumina geplant. Im integrierten Verfahren nach dem „Load“-Prinzip werden Raumwürfel („Cubes“) durch einen Optimierungsalgorithmus regelbasiert entsprechend ihrer Stapelbarkeit so angeordnet, dass eine maximale Auslastung des verfügbaren Laderaums erreicht wird. Der Optimierungsalgorithmus bedient sich dabei vordefinierter Beladeschemata, die das Expertenwissen der Disponenten und Beladungsmitarbeiter für das System zur Verfügung stellen und dadurch eine schnelle Lösungsfindung ermöglichen. Zusätzlich müssen bei Milk-Run- und X-Dock-Routen (Konsolidierung von Ladungen) die Reihenfolgen der Abholvorgänge berücksichtigt werden, um volle Laderaumauslastungen in Vor- und Hauptläufen zu gewährleisten.

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Mauern zwischen den Werken durchbrechen

Der integrierte Softwareservice durchbricht durch die Anwendung dieser Prinzipien die bisherigen Mauern zwischen den Werken beziehungsweise zwischen den Lieferanten und den Transportunternehmen. Alle Beteiligten stellen dem Softwareservice ihre Informationen in Echtzeit zur Verfügung. Dieser ermittelt und bucht auf Grundlage des vorgegebenen Materialplanes optimal die Transportslots (Slot-Booking), also die Abholzeitpunkte der Lkw. Um deren Auslastung sicherzustellen, wird einerseits Materialbedarf in vordefinierten Grenzen vorgezogen oder verspätet („Breathe“-Prinzip) und andererseits eine Beladungsoptimierung („Mix“- und „Load“-Prinzip) vorgenommen.

Der Slot-Booking-Service belegt die Zeitfenster für die vordefinierten Routen so, dass das benötigte Material bedarfsgerecht, geglättet und zeitgerecht im Werk ankommt. So wird eine Versorgung der Produktion gewährleistet, ohne dabei unnötige Schwankungen in den Beständen und Werklogistikkosten entstehen zu lassen. Gleichzeitig wird die Anzahl der benötigten Lkw minimiert, die mittels „Breathe“, „Mix“ und „Load“ so gesteuert und beladen werden, dass sie optimal ausgelastet sind. Das Ergebnis dieses Service sind hinsichtlich Materiallieferung/-bestand und Transportauslastung ausbalancierte Planungs- und Handlungsvorgaben (Abholtermine, Transportaufträge, Routentermine) für alle am Supply-Prozess Beteiligten, die bisher isoliert voneinander agiert und geplant haben.

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