Güterverkehr

Kombiniert ins Hinterland

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Von dieser Verbindung profitieren vor allem die Großverlader im Chemie-Cluster Marl, die über Duisburg und die neue Verbindung nach Dortmund an die großen deutschen Seehäfen angeschlossen werden. Der Glückauf-Express ist somit ein weiterer Baustein in der Entwicklung des Ruhrgebietes hin zur größten Binnenverkehrsdrehscheibe Europas mit dem Duisburger Hafen als führendem Hub und Gateway für die zentraleuropäischen Märkte.

Die beiden Bahn-Beispiele stehen synonym für einen allgemeinen Trend, angestoßen durch anhaltende Diskussionen um Effizienz, Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit des Gütertransports. Weg von der Straße, lautet die Devise. Und davon haben in den letzten Jahren vor allem die Anbieter des Schienengüterverkehrs profitiert. Mitte Januar präsentierte das statistische Bundesamt die aktuellen Zahlen für den Gütertransport, nach denen die Bahnen trotz Wirtschaftskrise zugelegt und ihren Marktanteil am Güterverkehr gesteigert haben.

Güterbahnen haben Marktanteile gewonnen

„Die Güterbahnen haben in 2008 bereits das fünfte Jahr in Folge Marktanteile gewonnen“, kommentierte Dirk Flege, Geschäftsführer der Bahnenvereinigung „Allianz pro Schiene“ diese Zahlen. „Der Schienengüterverkehr verzeichnet für das Jahr 2008 zwar nur einen leichten Marktanteilsgewinn von 17,3 auf 17,4%, wächst aber prozentual stärker als der Lkw-Verkehr.“

Nach Ansicht des Schienenbündnisses sind die gestiegene Wettbewerbsfähigkeit des Verkehrsträgers Schiene und zunehmende Engpässe im Straßengüterverkehr besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten für Unternehmer „schlagende Argumente“ für den umweltschonenden und sicheren Transport auf der Schiene. „Die Wettbewerbsfähigkeit der Güterbahnen wird weiter zunehmen“, prognostiziert Flege. Das sei auch klimapolitisch geboten, schließlich würden Güterbahnen pro transportierter Tonne und Kilometer nur ein Viertel so viel Kohlendioxid ausstoßen wie der Lkw.

Doch bei der Berechnung der Marktanteile nach Tonnenkilometern im Güterverkehr schnitten Ende des letzten Jahres erwartungsgemäß die Lkw mit 70,7% und damit großem Abstand am besten ab. Den Rest teilten sich die Güterbahn mit 17,4%, das Binnenschiff mit 9,5% und das Transportmittel Rohrfernleitung mit 2,3%.

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