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Rund 80% aller Überseecontainer von und nach Österreich gehen über die Schiene
Doch trotz dieser Hindernisse bieten sich Schienen, aber auch Wasserwege immer mehr als sinnvolle Ergänzung zum Transportmittel Nummer 1, dem Lkw, an. Selbst in einem Land, das im öffentlichen Bewusstsein der Anrainer allenfalls durch die vielzitierte Donaudampfschifffahrt mit einem gewissen Maß an nautischen Ambitionen in Verbindung gebracht wurde, haben sich die Binnenhäfen auf den Seehafenhinterlandverkehr spezialisiert und sich zu wichtigen Aufkommenspunkten für den Intermodalverkehr und damit für die gesamte Wirtschaft in Österreich entwickelt.
Thomas Berger, Sprecher der Rail Cargo Austria (RCA), einer Tochter der Österreichischen Bundesbahn, gibt Einblick in die Situation des Nachbarlandes: Die Seehäfen – sowohl im Norden wie auch im Süden – haben für die RCA eine sehr große Bedeutung, da rund 80% aller Überseecontainer auf der Schiene von und nach Österreich laufen.
Anlagenbauer profitiert vor allem von trimodaler Anbindung
Ein Beispiel für die effiziente Nutzung des trimodalen Güterverkehrs liefert die Polysius AG, ein Unternehmen der Thyssen-Krupp Technologies. Der Anlagenbauer hat jüngst das Gros seines Verpackungs- und Ersatzteilgeschäftes, sein Distributionslager sowie den Großteil des Umschlags seiner bis zu 115 t schweren Anlagenteile in den Duisburger Hafen verlegt. Vom Polysius-Standort Neubeckum werden diese Anlagenteile künftig auf der Schiene nach Duisburg transportiert, wodurch der Güterverkehr auf der Straße erheblich entlastet wird.
Polysius profitiert vor allem von der trimodalen Anbindung und der zentralen Hub-Funktion des Duisburger Hafens. Über diese Drehscheibe können Lieferungen aus ganz Europa konsolidiert werden. Und auch in die Gegenrichtung wird durch die Möglichkeit des direkten Umschlags von Duisburg nach ganz Europa die Effizienz deutlich erhöht.
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