Alternative Antriebe

Konsortium zieht Zwischenbilanz für Brennstoffzellen-Hybridantrieb

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Thomas Ziegler, Geschäftsstellenleiter am DB-Schenker-Standort Hörsching, hob die durch den Wegfall des Batteriewechsels und die schnelle Betankung flexible und ständige Verfügbarkeit der Fahrzeuge als besonders positiv hervor. Die Fahrzeuge wurden nach einer kurzen Einführungsphase voll und zuverlässig in den Schichtbetrieb integriert, auch die Wasserstoff-Infrastruktur funktioniert ohne Störungen. Die Fahrer hätten keine Berührungsängste, sondern Akzeptanz und großes Vertrauen in die neue Technologie gezeigt. „Für uns als Betreiber macht es Sinn, den Hybrid-Antrieb auch auf andere Fahrzeugklassen zu übertragen. Dann könnten wir den gesamten Standort auf Wasserstoffbetrieb umstellen, damit die Infrastruktur bestmöglich ausnutzen, die Flächennutzung in den Lagern optimieren und die Umschlagleistung je Fahrzeug steigern.“

Ausfallrate auf vergleichbarem Niveau wie „Normalgeräte“

Ein positives Signal für Fronius und Linde-MH, die das Hylog-Fleet-Hybridsystem von Fronius gemeinsam für den Einsatz in Lagertechnikgeräten entwickelt haben. Im Betrieb deckt eine hoch leistungsfähige Lithium-Ionen-Batterie die Leistungsspitzen ab, den Grundleistungsbedarf erzeugt die Brennstoffzelle. Durch eine optimierte Betriebsstrategie und die Rückgewinnung der Bremsenergie erreicht das System einen hohen Wirkungsgrad von bis zu 53 %, während gleichzeitig die System-Degradation minimiert wird. Bis Ende April war die Flotte gut 4000 h im Betrieb, durchschnittlich 600 h im Monat. Rund 55 % der Zeit erzeugten die Brennstoffzellen Energie.

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„Wir sind sehr zufrieden mit der Performance und der Zuverlässigkeit des Brennstoffzellen-Hybrid-Systems. Die Ausfallsrate der Fahrzeuge hat sich auf einem mit den Batteriefahrzeugen vergleichbaren Niveau eingependelt, ein hervorragendes Ergebnis für die Versuchsfahrzeuge“, sagt Mario Spindlberger, Projektleiter bei Linde-MH.

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