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Künstliche Intelligenz im Flugzeugbauch

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Energy-Harvesting-Komponenten versorgen künstliche Intelligenz mit Strom

Darüber hinaus soll der Container mittels Heuristik zukünftig ein Stück weit eigenständig Entscheidungen, beispielsweise über seinen Flugstatus, treffen. Für die technischen Raffinessen im GPS/GSM-Bereich zeichnet das Unternehmen Innotec verantwortlich. Die Firma Enocean aus München kümmert sich um die Sensorik und die Energy-Harvesting-Komponenten, denn ohne Strom entsteht keine künstliche Intelligenz.

Die Idee: Die Energie wird aus Quellen wie Umgebungstemperatur, Vibrationen oder Luftströmungen erzeugt. Batterien mit aufwendigen Wartungs- und Wechselintervallen sollen möglichst vermieden werden. Das spart Zeit und Kosten; im Luftfrachtgewerbe, neben der Sicherheit, die zwei wichtigsten Antriebe eines Unternehmens.

Den asiatischen Airlines mit mehr Qualität begegnen

Sie entscheiden über Wettbewerbsfähigkeit in einem zunehmend härter umkämpften Markt. Viele asiatische Airlines drängen und fordern die etablierten Platzhirsche aus Europa und den USA heraus. Die Lufthansa Cargo begegnet der fernöstlichen Konkurrenz auch mit mehr Technologie und innovativen Lösungen, denn auch wenn der Container bei der Anschaffung sicherlich teurer sein wird als die bekannten Aluboxen, amortisieren sich die schlauen Kisten schneller.

„Wir können die Reaktionszeiten optimieren und Kosten durch das Verschicken von Datenloggern einsparen“, prophezeit Lufthansa-Mann Hossain. Datenlogger gehören heute noch zur Praxis, um die Temperaturdaten in speziellen Containern zu überwachen. „Mit der Neuentwicklung können wir gleichzeitig genau lokalisieren, wo in der Prozesskette der Fehler vorgekommen ist, und so die Abläufe und die Geschwindigkeit am Boden optimieren“, versichert Hossain.

Künstliche Intelligenz entlastet auch die Umwelt

Doch nicht nur am Boden spart die Lufthansa wohl Geld mit dem Container ein. Die Entwickler entschieden sich bei der Konstruktion der Außenhülle für ein Verbundmaterial aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK), wie es im Flugzeugbau bereits seit mehreren Jahren zum Einsatz kommt. Der Container bringt dadurch viel weniger Gewicht mit auf die Waage, kann einfacher repariert werden und spart dem Konzern „sehr viel Sprit“, verspricht der Projektmanager.

Das sollte die Skeptiker überzeugen, denn weniger Gewicht, bedeutet automatisch einen geringeren Verbrauch von Kerosin und das entlastet gleichzeitig die Umwelt. In den nächsten fünf Jahren werden die Aluvorgänger durch die neue Generation ersetzt. Dann reisen Kois und Co. noch effizienter und schneller durch die Welt.

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