Lagertechnik

Lagern und Produzieren ohne Verschwendung

Seite: 2/3

Firmen zum Thema

Bei der anvisierten Leistungssteigerung galt es laut Klaus Harrer, dem Fertigungsleiter im Werk Beilngries, zu bedenken, dass neue Lasermaschinen heute deutlich schneller arbeiten und die bedarfsgerechte Fertigung einen häufigeren Materialtypenwechsel erfordert. Die dadurch verkürzten Intervalle bei der Materialzulieferung sollte das neue Lager ebenfalls problemlos bewältigen können.

Extrem kompaktes Blechlager für 4-m-×-2-m-Platinen

Dazu kam die Forderung, die Anlage auf einer sehr kleinen Lagerfläche aufzubauen: In die bestehende Halle sollte ein extrem kompaktes Lager für 4-m-×-2-m-Platinen integriert werden, um Platz für eine mögliche Systemerweiterung zu einem späteren Zeitpunkt zu schaffen.

Bildergalerie

In nur acht Monaten konzipierte, produzierte und montierte Remmert das neue automatische Blechlagersystem für Bühler. Es besteht aus einer Regalreihe mit elf Türmen und einer gegenüberliegenden Reihe mit lediglich drei Einheiten. Letztere ist bereits für eine mögliche spätere Erweiterung vorgerichtet.

Die Anlage ist gut 50 m lang, im zweizeiligen Lagerbereich 8 m breit und 6 m hoch. Sie bietet Platz für 250 Paletten à 5 t Nutzlast. Zwischen den beiden Regalreihen verfährt ein Regalbediengerät.

Hochleistungs-Regalbediengerät lagert schnell ein und aus

Dabei handelt es sich um ein Hochleistungsgerät, das mit einer Fahrgeschwindigkeit von rund 100 m/min besonders schnelle Materialein- und -auslagerungen ermöglicht. Die Entnahme der Werkstoffe erfolgt an fünf Stationen. Zwei Auslagerstationen verfügen über Schnellwechsler und integrierte Palettenpufferplätze, sodass die Auslagerung und Übergabe an die Maschinen unabhängig vom Regalbediengerät ohne jeden Zeitverlust vorgenommen werden kann (Bild 3).

Um die neue Anlage gruppieren sich zurzeit fünf Bearbeitungsmaschinen: drei Bystronic-Laser Bystar 4020, eine Bystronic-Wasserstrahlschneidanlage Byjet 2030 und zwei Trumpf-Stanzen. Diese sind mechanisch mit manuell geführten Vakuum-Sauggreifern an das Lager angebunden.

Pro WMS Enterprise optimiert Zeitbedarf für Materialbewegungen

Laut Aussage des Produktionsleiters Edmund Körner konnte Bühler die tägliche Laserschneidzeit von knapp 17 Stunden aufgrund des hohen Auftragsvolumens und des schnellen Remmert-Lagers auf durchschnittlich 20 Stunden erhöhen. Dabei handelt es sich übrigens um reine ‚Laser-on-Zeit‘ – die Zeit für die Beladung und Programmierung der Maschinen ist dabei nicht mit eingerechnet. Die schnellen Ein- und Auslagerungsprozesse werden durch das Warehouse-Management-System Pro WMS Enterprise von Remmert gesteuert und verwaltet.

(ID:31134260)