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Das Beispiel „Einlagern“ – wie die „Strategie Engine“ funktioniert
Wie die Konfiguration mit der „Strategie Engine“ funktioniert, lässt sich am besten anhand eines einfachen Beispiels veranschaulichen. Es wird ein Strategietyp „Einlagern“ angelegt, für den vier Strategien definiert wurden, die in der genannten Reihenfolge abgearbeitet werden.
Strategien des Strategietyps „Einlagern“:
- Cross-Docking-Paletten zur Bereitstellung;
- Nachschubpaletten in die Kommissionierung;
- Vollpaletten einlagern;
- Anbruchpaletten einlagern.
Bei der Einlagerung wird in diesem Beispiel eine Palette zuerst daraufhin untersucht, ob sie für das Cross-Docking zur Bereitstellung im Warenausgang transportiert werden soll (Strategie 1). Ist das nicht der Fall, wird überprüft, ob die Palette als Nachschub zum Kommissionierlager transportiert werden muss (Strategie 2). Ist das nicht der Fall, wird überprüft, ob es sich um eine Vollpalette handelt, die in ein Vollpalettenlager einzulagern ist (Strategie 3).
Ist das nicht der Fall, wird abschließend überprüft, ob es sich um eine Anbruchpalette handelt (Strategie 4), für die beispielsweise eine Zulagerung der Ware auf eine bereits vorhandene Anbruchpalette initiiert werden kann. Durch die Reihenfolge ergibt sich eine Priorisierung. In diesem Beispiel ist dem Cross-Docking (1) eine höhere Priorität zugewiesen als dem Nachschub (2).
Jede Strategie der „Strategie Engine“ besteht aus Regeln
Tritt nun eine Situation auf, in der die Kommissionierung bevorzugt mit Nachschub versorgt werden soll, so wird dies durch einfaches Ändern der Reihenfolge der Strategien umgesetzt. Diese Änderung ist sofort wirksam. Jede Strategie der „Strategie Engine“ (Bild 2) besteht aus Regeln, die ebenfalls nach einer definierten Reihenfolge bearbeitet werden. Als Beispiel dient hier die Strategie „Anbruchpaletten einlagern“.
- Überprüfen, ob es sich um eine Anbruchpalette handelt;
- Eine Anbruchpalette im Lager des gleichen Artikels mit genügend Platz zur Zulagerung suchen;
- Einen freien Platz im Lager suchen.
Der erste Schritt der Strategie prüft, ob es sich um eine Anbruchpalette handelt. Ist dies nicht der Fall, wird die nächste Strategie aufgerufen. Handelt es sich jedoch um eine Anbruchpalette, so wird im zweiten Schritt eine bereits vorhandene Palette mit genügend Platz zum Zulagern gesucht (Regel 2). Ist eine solche Palette nicht vorhanden, wird im dritten Schritt ein freier Lagerplatz gesucht (Regel 3). Auch hier ergibt die Reihenfolge der Regeln eine Priorisierung.
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