Produktionslogistik Lean und vital nicht gegeneinander ausspielen
Die Logistiker fragen sich, wann lohnt sich Kanban für meine Produktions- versorgung? Das System ist kein Hexenwerk, doch es braucht gründliche Vorarbeit. Dann sind oft Berater gefragt. Schnelle Antworten werden gefordert. Am Beginn der Analyse muss die Produktionsstrategie stehen.
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Das vergleichsweise aufwendige Exoten-Teile-Management scheint für Unternehmen häufig nicht attraktiv zu sein. Doch mit einer Produktionsstrategie, die nicht nur die Starkläuferproduktion fokussiert, sondern ein ausgewogenes Wechselspiel zwischen Stark- und Schwachläufern schafft, können stabil funktionierende Produktionssysteme geschaffen werden. Dazu gehört auch die Entscheidung, in welchem Fall es sich lohnt, ein Kanban-System einzusetzen – und in welchen Fällen nicht. Wenn die Produktionsstrategie bis in die Entwicklung hinein verankert wird, können über das Verschieben der Variantenspreizung Richtung Fertigprodukt zusätzliche positive Effekte erzielt werden. Dabei muss nicht jede Variante schon im Rohteil definiert sein.
Die komplette Teileversorgung immer im Blick
Wenn wir als Berater in ein Unternehmen kommen, um die Prozesse lean zu machen, sprich: eine schlanke Produktion zu realisieren, wird oft eine schnelle Empfehlung erwartet, welche Teile selbst hergestellt und welche an externe Dienstleister vergeben werden sollen.
Darüber, dass wir eine entsprechende Empfehlung nicht spontan geben können, mag sich der Kunde schon mal wundern – die Zurückhaltung ist aber leicht zu begründen. Für uns ist diese Frage ein Aspekt der ganzheitlichen Produktionsstrategie. Deshalb muss jeder Fall für sich gesehen und zielgerichtet entschieden werden.
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