Flurförderer Linde MH liefert die ersten Gabel-Stapler mit Brennstoffzelle aus
Linde Material Handling (Linde MH) hat zwei Brennstoffzellen-Stapler an die Linde Gases Division, ein Geschäftsbereich des Technologiekonzerns The Linde Group, ausgeliefert. Als erster Flurförderzeughersteller in Europa nimmt Linde MH eigenen Angaben zufolge Brennstoffzellen-Stapler in sein Produktportfolio auf und bietet die Gabelstapler ab sofort in Serie als „kundenspezifische Lösung“ an.
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Beide Brennstoffzellen-Stapler basieren auf den 3-Tonnen-Elektro-Gegengewichtstaplern Linde E30. Die verwendete erhöhte Getränkeversion biete eine optimierte Sicht über die Last. Statt der üblicherweise verbauten 80-Volt-Batterie verfügen die Stapler über eine Brennstoffzelle und einen Tank, in dem 1,6 kg gasförmiger Wasserstoff bei 350 bar gespeichert wird. Der aus Wasserstoff gewonnene Strom versorgt die Elektromotoren, die den Gabel-Stapler antreiben.
Kondensatoren decken bei Brennstoffzellen-Stapler als Zwischenspeicher Leistungsspitzen ab
Daneben übernehmen große Kondensatoren die Funktion des Zwischenspeichers und decken Leistungsspitzen ab, wie sie beispielsweise beim Anfahren oder Heben auftreten. Die Brennstoffzellen-Stapler tragen das CE-Kennzeichen und sind darüber hinaus für den Straßenverkehr zugelassen. Bei den Leistungsdaten steht der speziell auf die Kundenwünsche von Linde Gas zugeschnittene Brennstoffzellen-Stapler seinem Pendant mit Batterie aus der Stapler-Serie in nichts nach, heißt es.
Entwickelt wurden die Stapler mit Brennstoffzelle in den letzten zwei Jahren gemeinsam mit dem langjährigen Kooperationspartner, dem kanadischen Brennstoffzellen-Hersteller Hydrogenics. Daneben hat der in Garching bei München ansässige Linde-Vertragspartner Gruma Nutzfahrzeuge das Projekt von Beginn an begleitet und ist für alle Fragen rund um Service und Wartung der Geräte verantwortlich.
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