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„Die Festschreibung von LNG im Koalitionsvertrag und die Berücksichtigung in der Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie der Bundesregierung ist ein klares Signal. Dort wo die öffentliche Hand selbst für Schifffahrt verantwortlich ist, sollte sie auch selbst aktiv werden. Boote des Küstenschutzes, der Wasserschutzpolizei, aber auch das Forschungsschiff des Bundes sollten mit LNG-Antrieb ausgestattet, Neubauten gar nicht mehr ohne LNG-Antriebstechnik in Auftrag gegeben werden“, so von Beust.
Gerrit van Tongeren, Generalsekretär der Nationalen LNG Plattform Niederlande stellte die erfolgreiche Arbeit dieser breit aufgestellten Plattform vor und hob hervor, dass eine erfolgreiche Markteinführung von LNG und damit das Ziel saubererer Transportwege nur erreicht werden kann, wenn alle Beteiligten in der Wirtschaft an einem Strang ziehen und der Politik aus der Praxis heraus die Impulse geben, die zu Schaffung positiver Rahmenbedingungen erforderlich sind.
Europa benötigt robuste Infrastruktur für den Transport von verflüssigtem Erdgas
Van Tongeren betonte weiter, dass die Zusammenarbeit auf europäischer Ebene erforderlich sei, weil per Definition umweltpolitische Verkehrsziele nur grenzüberschreitend erfüllt werden können. „Wir benötigen eine robuste europäische Infrastruktur für den Transport von verflüssigtem Erdgas durch Pipeline, Lkw, Binnenfahrt und Seeschiffe. Deutschland und die Niederlande können gemeinschaftlich auftreten mit anderen westeuropäischen Ländern zu wichtigen Themen wie Sicherheit, Genehmigungen, technische Standards und Emissionsreduktion.“
Georg Ehrmann, in der Ole von Beust Consulting GmbH & Co KG für das Projekt verantwortlich und als Geschäftsführer der Maritimen LNG Plattform tätig, betonte abschließend die Notwendigkeit, weitere Mitglieder gerade auch aus der nicht maritimen Wirtschaft zum Mitmachen zu motivieren. „Die Verbraucher erwarten bei den Produkten immer mehr Nachhaltigkeit, setzen sich mit Umwelt- und Sozialstandards auseinander. Die Frage, wie die Waren nach Deutschland transportiert werden – ob weiterhin mit erheblicher Luftverschmutzung und den jüngst wieder nachgewiesenen schwerwiegenden Gesundheitsschädigungen durch Feinstaub - oder mittels einer umweltfreundlichen Technik, die verfügbar ist - sollten auch die Anbieter von Konsumgütern in Deutschland aufgreifen und sich nach niederländischem Vorbild aktiv an der Markteinführung von LNG beteiligen. Sie sind herzlich eingeladen, Mitglied der nationalen LNG-Initiative zu werden.“
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