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Luftfrachtimmobilien

Luftfrachtumschlag im Hochsicherheitstrakt

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In allen sensiblen Bereichen sind Überwachungskameras

Dafür sorgen an den Verladerampen in erster Linie die 38 Rolltore, die sich nur von innen öffnen lassen. Ausschließlich mit Luftfracht beladene Lastkraftwagen eines sogenannten „reglementierten Beauftragten“ dürfen an den Verladetoren andocken. Er muss sicherstellen, dass Unbefugte keinen Kontakt zu der von ihm übergebenen Fracht haben. Fahrzeuge von Speditionen, die diesen Sonderstatus nicht erfüllen, werden an die Zollstation im Bürokomplex des WCC verwiesen.

In allen sensiblen Bereichen der Immobilie befinden sich Überwachungskameras. Sie dienen nicht nur der Gefahrenabwehr, sondern auch dem Schutz vor Diebstahl. Zwar werden nur 1 bis 2% des Welthandelsvolumens überhaupt als Luftfracht mit Flugzeugen befördert, doch was den Wert der Waren angeht, machen die im Flugzeug transportierten Güter knapp 40% des gesamten Frachtaufkommens aus.

Im Inneren des WCC wird die Fracht geröntgt und nach Destinationen auf Luftfrachtpaletten gepackt oder in Luftfrachtcontainer umgeschlagen. Die Vorderseite der Halle liegt direkt am Flugvorfeld, das bis zu sechs großen Frachtmaschinen Platz bietet und über separate Rollwege an die Start- und Landebahn Süd angeschlossen ist. Die erforderliche Sicherheit entsteht durch die Zuordnung der Personen und Fracht in die jeweiligen Funktionsbereiche. Das bedeutet in der Praxis, dass die Flugzeuge nur mit Gütern aus dem dafür vorgesehenen Hallensegment beladen werden beziehungsweise ankommende Paletten und Container nur in dem Gebäudebereich umgeschlagen werden, für den sie bestimmt sind.

Hallensegmente der einzelnen Luftfrachtspeditionen baulich klar voneinander getrennt

Die Hallensegmente der einzelnen Luftfrachtspeditionen, die das WCC nutzen, sind baulich klar voneinander getrennt. Ein Durchgang ist nicht möglich. Der Bürokomplex ist von der Verladezone nur über Schleusen zu betreten. Fremdpersonal hat weder Zutritt zur Umschlaghalle noch zum Verwaltungsbereich. Die Frachtpapiere werden in einer gesonderten Sicherheitszelle kontrolliert.

30 Mio. Euro hat Garbe bislang in den Bau des modernen Luftfrachtzentrums investiert. Ausschlaggebend für die Standortwahl war die wachsende Bedeutung des sächsischen Drehkreuzes. Mit einem Umschlag von 442 000 t im vergangenen Jahr hat sich Leipzig/Halle zum drittgrößten Frachtflughafen Deutschlands entwickelt. Prominentester Mieter ist Lufthansa Cargo, die Ende April offiziell in das WCC umgezogen ist. Die Kranich-Tochter, die zu den weltweit führenden Unternehmen im Transport von Luftfracht zählt, nutzt 8000 der insgesamt 20 200 m² Hallenfläche. Weitere Mieter sind unter anderen die beiden auf Frachtabfertigung spezialisierten Unternehmen Swissport und Portground sowie der Zoll.

Das WCC verfügt derzeit über eine Umschlagkapazität von 300 000 t pro Jahr. Geplant ist, die Immobilie bis Ende 2010 um weitere 23 000 m² auszubauen. Nach der Erweiterung, in die 35 Mio. Euro investiert werden sollen, könnten bis zu 750 000 t pro Jahr umgeschlagen werden.

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