Nachhaltige Schifffahrt Maersk-Schiffe ab 2024 nur noch mit grünem Methanol auf See

Redakteur: Peter Königsreuther

Die dänische Reederei Maersk wird alle ab 2024 vom Stapel laufenden Schiffe nur noch mit grünem Methanol antreiben. Jetzt nimmt auch die entsprechende Forschung Fahrt auf.

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Ein vom BMWi gefördertes NBS-Forschungsprojekt soll jetzt dabei helfen, dass die Schiffsflotte von Maersk ab 2024 ausschließlich mit Methanol auf den Ozeanen unterwegs sein kann.
Ein vom BMWi gefördertes NBS-Forschungsprojekt soll jetzt dabei helfen, dass die Schiffsflotte von Maersk ab 2024 ausschließlich mit Methanol auf den Ozeanen unterwegs sein kann.
(Bild: Maersk)

Jetzt hat die von Kopenhagen aus agierende Reederei Maersk bestätigt, dass ein Vertrag mit der koreanischen Werft HHI Hyundai Heavy Industries über den Neubau von acht großen Containerschiffen besteht. Alle Schiffe, die ab 2024 in Fahrt gehen, werden die Wellen per Methanolantriebskraft durchpflügen, heißt es. Der Vertrag habe ein Volumen von rund 1,4 Milliarden US-Dollar. Die Aktion gilt bei Experten als ein massives Signal in Richtung eines emissionsneutralen Seeverkehrs.

Hiermit wird de facto auch die Forschung der NBS Northern Business School nachdrücklich bestätigt. Konkret geht es dabei um die Beteiligung der NBS am ZIM-Netzwerk „Green Meth“, und um das im Rahmen dessen initiierte Forschungsprojekt „MariTAT“. Das Projekt ist gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestage, wie angemerkt wird.

Ein Kompass in Sachen Alternativtreibstoffe für Schiffe

Um Schiffseignern und -betreibern über die Bereitstellung aktueller Informationen zum Beispiel zu Routen und damit geplanten Einsatzgebieten, Verfügbarkeit von Treibstoffen, wie Methanol, entlang der geplanten Routen, aber auch hinsichtlich ökonomischer Parameter wie CAPEX und OPEX eine Planungs- und damit Investitionssicherheit zu geben, haben sich die Hamburger Kongstein-Tochter und die NBS Hochschule zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist die Entwicklung und Validierung einer vernetzten Datenbasis für ein modernes, modulares Treibstoffanalyse-Tool für die maritime Wirtschaft, kurz „MariTAT“. Das Tool soll bei der Entscheidung über die am besten geeignete Treibstoffart für Schiffe unterstützen, indem es die wichtigsten Entscheidungskriterien entsprechend des vorliegenden Anwendungsfalls quantifiziert und damit messbar macht. Methanol als potenzieller zukünftiger Treibstoff war dabei von Anfang an mit auf der Liste.

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