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Die Vereinzelungsfläche ist die größte Einheit des Systems. Bei der auf der Logimat präsentierten Anlage besteht diese Fläche aus 84 Antriebsmodulen, die die Packstücke drehen und vereinzeln.
Motion-Controller gibt individuelles Ausgangssignal an jedes Transportband
Das Ausgangssignal wird durch einen Motion-Controller gegeben, der die Transportbänder des Singulators individuell ansteuert. So lässt sich zum einen durch Beschleunigungsveränderung die Durchlaufgeschwindigkeit der Packstücke erhöhen, zum anderen lassen sich die Abstände zwischen den Paketen verkleinern. Da sich die Pakete meist auf mehreren, parallel liegenden Förderbändern bewegen, können sie darüber hinaus durch eine variable Beschleunigung der Bänder in die gewünschte Richtung gedreht werden.
Generell ist die Anzahl der pro Visicon Singulator installierten Antriebe vom geforderten Durchsatz und von der Größe der zu vereinzelnden Packstücke abhängig. Laufen zum Beispiel Pakete bis zur maximalen Länge von 1,4 m über die Anlage, muss das System insgesamt größer ausgelegt werden, da sowohl eine bestimmte Länge erforderlich ist, um die Pakete zu drehen und zu vereinzeln, als auch eine gewisse Breite, um die Diagonalmaße der Pakete beim Drehen berücksichtigen zu können.
Singulator-Breite kann für schmalere Pakete reduziert werden
Wenn allerdings ausschließlich Pakete mit 300 bis 400 mm Länge über die Anlage gefahren werden, so kann die Breite des Singulators von vornherein reduziert werden. Bei einem geringeren Durchsatz von beispielsweise 3000 bis 4000 Einheiten pro Stunde kann auch dessen Länge verkürzt werden.
Dies bedeutet eine geringere Anzahl von Antriebsmodulen, verbunden mit einer insgesamt reduzierten Anlagenlänge, was auch die Kosten senkt. Zur Ermittlung der für die jeweilige Anwendung optimalen Anzahl der Antriebsmodule bietet Siemens ein eigenes Simulationsprogramm an.
Singulator kommt mit wenig Platz aus
Nicht nur aus dieser je nach Anforderungsprofil unterschiedlichen Anlagengröße erschließt sich das erste große wirtschaftliche und organisatorische Vorteilsspektrum des Visicon Singulator. Vielmehr beansprucht dieser generell nur rund 25% des Platzes anderer Singulatoren. Denn während übliche Anlagen dieser Art 18 bis 20 m lang und – aufgrund der bei anderen Anlagen erforderlichen Rückführung – etwa 4 bis 5 m breit sind, kommt der Visicon Singulator mit rund 6,5 m Länge und 2 m Breite aus.
Weitere Vorteile ergeben sich aus dem Kamerasystem, das neben dem Antriebssystem die Schlüsselrolle spielt. Mit dem Kamerasystem werden die Pakete erkannt und erfasst; zudem wird das Volumen der Pakete mit einer auf die Kantenlänge bezogenen Genauigkeit von 1 cm erfasst – Daten, die beispielsweise für statistische Zwecke ausgewertet werden können. Ein weiterer Entwicklungsschritt wird die integrierte Adresslesung der Pakete sein.
Bei hoher Prozessqualität kann die Anlage schnell installiert werden
Die Packstücke durchlaufen den Singulator mit je nach Funktionsabschnitt variierenden Geschwindigkeiten: Eingangsseitig fahren sie mit 0,5 m/s in den Singulator ein, werden dann mit 3,4 m/s² auf eine Maximalgeschwindigkeit von 2,4 m/s beschleunigt und laufen je nach Durchsatzanforderung mit bis zu 2 m/s Ausgangsgeschwindigkeit aus der Anlage.
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