Sortiersysteme Massenproduktströme effizient vereinzeln

Autor / Redakteur: Reinhard Irrgang / Volker Unruh

Der von der Siemens-Division Mobility entwickelte Visicon Singulator vereinzelt kontinuierlich bis zu 9000 Einheiten pro Stunde. Dabei wird aus einem Massenstrom von Produkten wie Behältern, Paketen oder Polybeuteln ein singulierter Produktstrom erzeugt, der sich einem Sorter zuführen lässt. Innovative Merkmale ermöglichen qualitativ hohe und wirtschaftliche Vereinzelungsprozesse.

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Die Packstücke durchlaufen den Singulator mit variierenden Geschwindigkeiten von eingangsseitig 0,5 m/s und ausgangsseitig bis 2 m/s.
Die Packstücke durchlaufen den Singulator mit variierenden Geschwindigkeiten von eingangsseitig 0,5 m/s und ausgangsseitig bis 2 m/s.
( Archiv: Vogel Business Media )

Der auf der diesjährigen Logimat in Stuttgart präsentierte Visicon Singulator hat sich im Kern bereits im praktischen Einsatz im Express-Hub von UPS in Köln bewährt, und zwar zur vollen Zufriedenheit des KEP-Dienstleisters, wie Dietmar Krech, Leiter Product Lifecycle Management Cargo & Parcel bei Siemens Mobility, betont.

Der Singulator ist flexibel an die Soll-Leistung anpassbar

Allerdings wurden inzwischen einige wesentliche und von erheblichem Anwendernutzen geprägte Optimierungen durchgeführt. Die verbesserten Features betreffen beispielsweise den Durchsatz und die Design-to-Cost-Relation, so dass das ab sofort für den europäischen Markt verfügbare System pro Singulator und Stunde bis zu 7500 Pakete und in der Ausstattungsvariante mit zwei Ausgängen bis zu 9000 Einheiten vereinzeln kann.

Der Singulator kann eine große Bandbreite von Packungseinheiten (ab 100 mm und bis zu 1,4 m Länge sowie ab 4 g bis zu 40 kg) handhaben und hat dabei nur einen Bruchteil des Platzbedarfs herkömmlicher, rein mechanischer Singulatoren.

Einspeisung in den Singulator mit mehreren Bandförderern

Die Einspeisung der Packstücke in den Singulator geschieht über die aus mehreren schmalen Bandförderern bestehende Gapper-Unit. Diese schafft zwischen den sehr dicht aneinander ankommenden Paketen definierte Abstände und Lücken, und zwar in Längs- und Querrichtung, welches im nachfolgenden Transport eine eindeutige Erfassung des Fördergutes erlaubt.

Daran anschließend sorgen zwei Übergabebänder für die Stabilisierung der Paketgeschwindigkeit. Ab der Gapper-Unit erfassen insgesamt 160 Foto-Eyes die Grundfläche der Pakete.

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