Flexible Lagerhaltung
Mit ERP und vernetzter Lagerlogistik gegen Lieferengpässe

Von Thomas Knorr * 5 min Lesedauer

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Vor allem Unternehmen des produzierenden Mittelstandes haben unter den multiplen Krisen der letzten Jahre gelitten. Zu den Herausforderungen, mit denen sie sich bereits konfrontiert sahen – neue Regularien wie ESG-Reportings, steigende Energie- und Rohstoffpreise sowie der Dauerbrenner Fachkräftemangel –, gesellten sich während der Corona-Pandemie zum ersten Mal zerbrochene Lieferketten hinzu.

Im vernetzten Lager können Unternehmen auch wegen moderner ERP-Systeme auf Transparenz und Reaktionsfähigkeit in Echtzeit vertrauen.(Bild:  Forterro)
Im vernetzten Lager können Unternehmen auch wegen moderner ERP-Systeme auf Transparenz und Reaktionsfähigkeit in Echtzeit vertrauen.
(Bild: Forterro)

Das effiziente und störungsresiliente Management dieser Lieferketten hat sich für KMU zur wichtigen Lebensader entwickelt. In der Vergangenheit wiesen Konzepte wie „Production on Demand“ den vermeintlichen Ausweg aus zu hohen Lagerkosten, die Kapital banden und die Unternehmen finanziell belasteten. Unterbrochene Lieferketten machten auf einen Schlag sehr deutlich, dass das finanzielle Risiko weit höher ist, wenn Unternehmen durch ausbleibende Lieferungen von Rohstoffen und Vorprodukten gezwungen sind, die Produktion herunterzufahren oder sogar komplett einzustellen. Seither gilt es, einen Mittelweg zwischen gesicherter Materialverfügbarkeit und Minimierung der Kosten für die Lagerhaltung zu finden.

Das Zauberwort heißt flexible Lagerhaltung. Eine Software steuert die Lagerhaltung und überprüft eventuelle Risiken und Störungen der Zulieferketten quasi in Echtzeit. Darüber hinaus stellt sie sicher, dass Lagerbestände nicht unnötig Kapital binden. Moderne und interoperable ERP-Systeme haben sich für die verlässliche Lagerhaltung bewährt. Unternehmen finden in ihnen Werkzeuge, die ihnen dabei helfen, die Lagerhaltung zu digitalisieren, Beschaffungsprozesse zu optimieren und diese streng am ausgemachten Bedarf zu orientieren. Der Schlüssel ist dabei – wie so oft – die Datenhaltung sowie die Datenqualität.