Elektrifizierung Mit Landstrominitiative eilt Rotterdam World Gateway in Europa voraus

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 1 min Lesedauer

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Bis 2030 müssen alle Containerschiffe mit über 5.000 Bruttoregistertonnen in europäischen Häfen Landstrom beziehen. Das Containerterminal Rotterdam World Gateway (RWG) wird sogar seinen gesamten Kai mit Landstrom für alle Schiffe versorgen. Das RWG-Terminal in Europas größtem Tiefwasserhafen Rotterdam ist bereits vollständig automatisiert und CO2-neutral.

Handschlag für RWGs Landstrominiative: Boudewijn Siemons (Port of Rotterdam), Robert Simons (Stadt Rotterdam) und Ronald Lugthart (Rotterdam World Gateway, v.l.).(Bild:  Rotterdam World Gateway)
Handschlag für RWGs Landstrominiative: Boudewijn Siemons (Port of Rotterdam), Robert Simons (Stadt Rotterdam) und Ronald Lugthart (Rotterdam World Gateway, v.l.).
(Bild: Rotterdam World Gateway)

Durch den geplanten Bau einer Landstromanlage will das Containerterminal RWG künftig Emissionen durch Feinstaub, Stickstoff (N2) und Kohlendioxid (CO2) vermeiden. Die ersten Liegeplätze am Kai werden voraussichtlich ab 2026 über Landstrom verfügen. Bemerkenswert: Planung, Finanzierung und Bau dieser Landstromanlagen will das Rotterdam Wold Gateway in Eigenregie stemmen. Dazu haben das RWG und der Port of Rotterdam Authority jetzt eine Absichtserklärung unterzeichnet. Darin wurden Vereinbarungen über den Austausch von Wissen und Daten über die Installation und Nutzung von Landstrom und die erforderlichen Bauarbeiten an den Kaimauern und Fendern (Schutzkörper) getroffen.

Wir freuen uns sehr über die Entscheidung von RWG, als erster europäischen Tiefseeterminalbetreiber in Landstrom zu investieren. Landstrom ist ein wichtiger und notwendiger Bestandteil der Energiewende.

Boudewijn Siemons, CEO der Port of Rotterdam Authority

Für Ronald Lugthart, den CEO von RWG, ist der Ausbau von Landstrom wesentlicher Bestandteil des Investitionsprogramms seines Unternehmens, das auf emissionsfreie Lagerung und Containerumschlag abzielt. „Durch Landstrom und andere Einrichtungen im Rahmen der Energiewende schaffen wir gemeinsam mit unseren Kunden und anderen Beteiligten die Möglichkeiten, dieses strategische Ziel kurzfristig zu erreichen“, so der RWG-CEO.

Landstrom fließt „aus der Steckdose“

Stadt und Hafenbetreiber arbeiten, wie es heißt, gemeinsam daran, die Nutzung von Landstrom durch Seeschiffe zu beschleunigen. Ziel sei es, dass 2030 ein Großteil der Hochseeschiffe am Liegeplatz mit einer „Steckdose“ verbunden werden. Die Dieselgeneratoren können dann abgeschaltet werden, was der Luftqualität zugutekommt und CO2-Emissionen reduziert. In Zusammenarbeit mit Hafen- und Schifffahrtsunternehmen wird eine Reihe von Projekten darauf abzielen, den Ausbau der Landstromversorgung in den kommenden Jahren zu beschleunigen und zu erweitern. (bm)

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