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Obwohl er kein Abitur hat, war dies ohne Weiteres möglich: Mit seinem Abschluss als Meister und der langjährigen Berufserfahrung erfüllte er die Zugangsvoraussetzungen für ein Hochschulstudi-um in Hessen. „Die Möglichkeit, auch ohne Abitur studieren zu können, war für mich einer der Hauptgründe bei der Entscheidung für die Wilhelm Büchner Hochschule.“ Als bei ihm die Entscheidung für ein Studium gefallen war, sammelte er zunächst Informationsmaterial. „Ich habe zu Beginn auch Informationen zum Vollzeitstudium eingeholt, denn die Doppelbelastung Arbeit und Studium schreckte mich anfangs ab.“
Schließlich entschied er sich doch zugunsten eines Fernstudiums. „Ich wollte auch während des Studiums finanziell unabhängig sein. Ein berufsbegleitendes Studium ist da die beste Wahl“, so Gröhl weiter.
Das Lernen beschränkt sich bei Frank Gröhl weitgehend auf die Wochenenden. Zu-dem hat ihm sein Arbeitgeber jährlich fünf Tage Sonderurlaub für die Weiterbildung eingeräumt, die Frank Gröhl beispielsweise für die Präsenzphasen nutzt. Zusätzlich hat er mit seinem Arbeitgeber bis 2008 Teilzeitarbeit vereinbart, um Studium und Beruf besser unter einen Hut zu bringen. Finanziell wird Frank Gröhl von der „Regierungsrat Paul Mayer Stiftung“ unterstützt. Diese gemeinnützige Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, leistungsstarke und engagierte Nachwuchsführungskräfte zu fördern und bei der beruflichen Weiterentwicklung finanziell zu unterstützen.
Auch Andreas Bohn (Jahrgang 1968) hat sich für ein Studium an der Wilhelm Büchner Hochschule entschieden. Er arbeitet derzeit als Manufacturing Technician beim Halbleiterhersteller AMD in Dresden. Dabei ist er für die Wartung der Anlagen zur Waferproduktion zuständig.
In der Praxis hat Andreas Bohn daher mit einem breiten Spektrum an Tätigkeitsfeldern zu tun: Von Elektronik und IT bis hin zu Mechanik und Pneumatik. Vor seinem Einstieg bei AMD 1999 absolvierte der ausgebildete Mechaniker und Elektronikfacharbeiter eine Umschulung zum Mikrotechnologen. 2004 holte Andreas Bohn bei AMD seinen Abschluss als Techniker nach, um als Wartungstechniker arbeiten zu können.
Um seine berufliche Perspektive zu verbessern und seine Karrierechancen zu erhöhen, studiert Andreas Bohn seit Oktober 2005 Mechatronik an der Wilhelm Büchner Hochschule. „Mein Ziel war, auch ohne Abitur einen Ingenieurabschluss zu erlangen. Da gab es von vornherein nur wenige Alternativen“, erläutert Andreas Bohn. Er erfüllte aufgrund seiner Technikerausbildung die Hochschulzugangsvoraussetzung in Hessen. „Ich habe in den ersten Semestern zahlreiche Klausuren und Belegarbeiten beispielsweise zu Werkstoffkunde, Mathematik oder Elektrotechnik absolviert“, so Bohn weiter. Auch er hat sich bewusst für das Fernstudium entschieden. Denn ein Ausstieg aus dem Beruf war für ihn undenkbar. Auf die Wilhelm Büchner Hochschule wurde er durch eine gezielte Internetrecherche nach Ingenieurstudiengängen im Bereich Mechatronik aufmerksam.
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