Ocean Shipping Index Geopolitische Unruhen und überlastete Häfen erhöhen Transitzeiten

Von E2open 3 min Lesedauer

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Der Ocean Shipping Index für das dritte Quartal 2024 wurde veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen deutlich höhere durchschnittliche globale Transitzeiten im Vergleich zum Vorjahresquartal.

(Bild:  enanuchit - stock.adobe.com)
(Bild: enanuchit - stock.adobe.com)

E2open Parent Holdings, Inc., eine Supply-Chain-SaaS-Plattform, hat den Ocean Shipping Index (OSI) für das dritte Quartal 2024 veröffentlicht. Dabei handelt es sich um einen vierteljährlichen Benchmark-Bericht, der Einblicke in die Entscheidungsfindung bei globalen Seefrachttransporten bietet. Die Daten des Berichts zeigen einen deutlichen Anstieg der durchschnittlichen globalen Transitzeit von 58 Tagen im dritten Quartal 2023 auf 68 Tage im dritten Quartal 2024 und einen Anstieg um zwei Tage im Vergleich zum zweiten Quartal 2024. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist auf eine effektive Transitzeit von sechs Tagen zurückzuführen, bedingt durch geopolitische Unruhen und längere Liegezeiten in überlasteten Häfen.

Anhaltende Konflikte und Auswirkungen des Klimawandels erhöhen Transitzeiten

Bei dem OSI handelt es sich um eine datengestützte Referenz für Frachtunternehmen. Er soll helfen zu verstehen, wie lange es dauert, Waren international zu transportieren, und welche Faktoren zu beobachteten Verzögerungen beitragen.
Der Bericht basiert auf Daten aus dem e2open-Netzwerk. Das Netztwerk umfasst über 480.000 angeschlossene Unternehmen, es werden 16 Milliarden Transaktionen verwalten und jährlich 70 Millionen Container verfolgt.
Der OSI erfasst Daten bis hin zum Buchungsdatum und bietet damit Einblicke, die Unternehmen bei der Entscheidungsfindung helfen sollen. „Die aktuellen Daten des Ocean Shipping Index zeigen die Auswirkungen anhaltender Konflikte wie beispielsweise den Angriffen im Roten Meer, die in den letzten Monaten zusätzlich durch kurzfristige Störungen wie Extremwetterlagen und drohende Streiks verschärft wurden“, erklärt Pawan Joshi, Eexecutive Vice President Products and Strategy bei E2open. „Selbst kurzfristige Störungen erhöhen die Unsicherheit und wirken sich noch Monate später auf die Lieferketten aus. In diesem volatilen Umfeld sind datengestützte Strategien für Verlader und Spediteure wertvoll, um das Risiko und die Auswirkungen längerer Transitzeiten zu minimieren“, führt Joshi weiter aus.

Die wichtigsten Erkenntnisse des Berichts:

  • Die Transitzeit von Asien nach Europa ist im Vergleich zum dritten Quartal 2023 von 62 Tagen auf durchschnittlich 80 Tage von der ersten Buchung bis zur Abfertigung im Zielhafen gestiegen, was einem Anstieg um 18 Tage entspricht. Dies ist im Vergleich zum Vorjahr auf eine längere Transitzeit (13 Tage) und eine längere Buchungszeit (fünf Tage) zurückzuführen.
  • Exporte von Europa nach Asien dauerten von der Buchung bis zum Eingang durchschnittlich 83 Tage – also zwölf Tage mehr als im Vorjahresquartal – wobei die tatsächliche Transitzeit von neun Tagen der Hauptfaktor war. Exporte von Asien nach Südamerika dauerten mit durchschnittlich 83 Tagen ebenfalls 12 Tage länger als im Vorjahresquartal.
  • Die Transitzeit von Südamerika nach Nordamerika betrug durchschnittlich 63 Tage, das sind sieben Tage mehr als im Vorquartal und zwölf Tage mehr als im Vorjahr. Der Anstieg ist hauptsächlich auf die Buchungszeit (drei Tage), die Ladezeit im Abgangshafen (zwei Tage) und die tatsächliche Transitzeit (sieben Tage) zurückzuführen.
  • Die Transitzeit von Südamerika nach Asien ist im dritten Quartal 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 12 Tage auf durchschnittlich 87 Tage gestiegen. Dies ist hauptsächlich auf längere Buchungs-, Lade- und Transitzeiten zurückzuführen.
  • Insgesamt dauerte der weltweite Seetransport von der ersten Buchung bis zum Verlassen des Gates im Bestimmungshafen durchschnittlich 68 Tage. Dies sind zwei Tage mehr als im zweiten Quartal 2024 und zehn Tage mehr als im dritten Quartal 2023 (58 Tage).

Dieser Report ist einer von mehreren Benchmark-Berichten, die von e2open zur Verfügung gestellt werden. Sie sollen Unternehmen beim Management der zunehmend komplexen und sich schnell verändernden globalen Lieferketten unterstützen.

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