Automatische Lagersysteme

Paletten lagern bis auf den letzten Quadratmeter

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Einbau kann in Hallen ohne Bodenverbesserungen erfolgen

Beim SMB-Kompaktlager liegt eine deutlich geringere Flächenpressung unter den Fußplatten vor, sodass es in bestehende Hallen ohne Bodenverbesserung einbaubar ist. Es bestehen keine nennenswerten Zugkräfte auf die Verankerung, daher eignet sich das System auch für gerissenen Beton wie Walzbeton. Unterschiede zu anderen Lagern bestehen dahingehend, dass beim SMB-System trotz Automatik Europaletten in Speditionsqualität ausreichen, da der Truck die Paletten vollständig unterfährt, anhebt und an anderer Stelle positioniert. Folienumreifte Paletten und weitere praxisübliche Ladungseinheiten werden problemlos verarbeitet – ein weiterer Kostenvorteil.

Um das SMB-Kompaktlager effizient zu nutzen, empfehlen die Konstrukteure einen mindestens fünf- bis sechsfachen Lagerumschlag im Jahr. Da mit dem System ein eingeschränkter Direktzugriff auf Einzelpaletten besteht, empfiehlt es sich, die Artikelvielfalt möglichst gering zu halten. Es sollten komplette Paletten ein- und ausgelagert werden, das System dient nicht zur Kommissionierung. Um eine maximale Effektivität zu erreichen, sollte die Gassenlänge mindestens 70 m betragen. Dabei ist sie theoretisch unbegrenzt erweiterbar. Die Hallen- oder Anlagenhöhe ist systembedingt auf etwa 25 m begrenzt.

Lagersoftware kompatibel zu übergeordneten Systemen

Eine entscheidende Rolle für den wirtschaftlichen Betrieb spielt die Detaillogistik und darauf aufbauend die Software und Rechnertechnik. Beim SMB-Kompaktlager ist die Software über Schnittstellen kompatibel zu übergeordneten Systemen, wie zum Beispiel SAP. Bei der Realisierung wurden sowohl fehlertolerante Systemkonfigurationen als auch Not- und Ausfallstrategien wie zum Beispiel Hot und Cold Standby, Disk-Shadowing und Doppelrechnersysteme einbezogen. Ein weiteres Plus ist die Beherrschung zahlreicher Programmiersprachen.

Hohe Leistungen durch den parallelen Betrieb bei der Ein- und Auslagerung sowie geringe dynamische Lasten machen die Anlage sowohl hinsichtlich des Wirkungsgrades in der Belegung als auch bei der Energiebilanz zu einem günstigen Lagersystem. Geringe Kosten je Stellplatz und niedriger Personalaufwand unterscheiden die Anlage deutlich von anderen Systemen. Ursprünglich wurde das Kompaktlager für Serienproduktionen in der Lebensmittel- und Papierindustrie konzipiert, ist aber prinzipiell in allen Lagern mit hohem Umschlag einsetzbar – sowohl bei Normaltemperatur als auch im Tiefkühl- oder Frischebereich.

Dipl.-Ing. Martin Buck ist geschäftsführender Gesellschafter der SMB Logistics GmbH in 25451 Quickborn und Geschäftsführer der Soltau Logistic Center GmbH & Co. KG in 29614 Soltau.

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