Routenzug

Per Milkrun und Routenzugsystem Leerfahrten deutlich verringern

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Für den sicheren und effizienten Verbundtransport empfiehlt LKE für seine Plattformwagen vom Typ X eine Zuglänge von circa 10 m (Bild 3), ein maximales Zuggewicht von 3 t sowie eine Fahrgeschwindigkeit von bis zu 6 km/h. Damit Unfälle in den Fertigungshallen seiner Kunden der Vergangenheit angehören, hat LKE die Produkte mit einem zusätzlichen Sicherheitsfeature ausgestattet: Sie verfügen über eine selbstgesicherte Deichsel. Diese gewährleistet, dass sich die Anhänger während der Fahrt im Verbund nicht eigenständig entkuppeln können.

Für die Materialflussplaner von Hella sind die Vorteile der staplerlosen Produktion äußerst vielschichtig. Zum einen konnte die Lieferfrequenz jedes einzelnen Teils erhöht werden, was automatisch zu einer gleichmäßigeren Auslastung der Produktionsversorgung führt. Zum anderen ist es durch die gleichzeitig stattfindende Ver- und Entsorgung der Produktionsnester gelungen, die Lieferkette zu optimieren und den Leerfahrtenanteil der Flurförderzeuge von 25 auf nunmehr etwa 10% abzusenken.

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Fahrwege als Einbahnstraßen reduzieren die Unfallgefahr mit dem Routenzug

Zurückgegangen ist in der Hella-Nachserienfertigung auch die Unfallgefahr. Fahrwege konnten in einen reinen Einbahnstraßenverkehr umgewandelt werden, berichten die Projektverantwortlichen. Ein großer Gewinn bestehe zudem in der Tatsache, dass die Mitarbeiter die Materialien punktgenau angeliefert bekommen. Die Zeit, die ehemals für die Beschaffung auf den letzten Metern zum Verbauort der Teile mittels Gabelhubwagen anfiel, könne heute wesentlich produktiver genutzt werden.

* Tim Rother ist Projektmanager Intralogistik bei der LKE GmbH in 45768 Marl

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