Open Logistics Foundation Pilot hebt auf sichere Zollprozesse ab

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Die Arbeitsgruppe Open Customs Blockchain der erst 2021 gegründeten Non-Profit-Stiftung Open Logistics Foundation entwickelt eine Blockchain-Lösung, um Zölle transparenter und fälschungssicherer abzuwickeln. Die Goods Passport ID (GPID) unterstützt dabei Zollbehörden, Spediteure und Händler gleichermaßen.

Die Goods Passport ID soll die Zollabwicklung per Blockchain transparenter und fälschungssicherer machen. (Bild:  Open Logistics Foundation)
Die Goods Passport ID soll die Zollabwicklung per Blockchain transparenter und fälschungssicherer machen.
(Bild: Open Logistics Foundation)

Zollprozesse und ihre Datensätze sind weder transparent noch vertrauenswürdig. Damit keine Zölle durch nur wenige manipulierte Schlüsseldaten umgangen und illegale Transporte durchgeführt werden können, gibt es jetzt die Goods Passport ID (GPID) der Open Logistics Foundation – ein zuverlässiger Pass für den geschützten Warenfluss. Die Arbeitsgruppe Open Customs Blockchain innerhalb der Open Logistics Foundation möchte nach eigenem Bekunden „die Zusammenarbeit mit TAXUD, der Generaldirektion Steuern und Zollunion, und den Zollbehörden von EU- und Nicht-EU-Ländern fördern“, Und genau dafür hat die Working Group kürzlich Vorschläge für ein GPID-Pilotprojekt bei britischen und EU-Behörden vorgelegt.

Wir ermutigen die Behörden, an einem Pilotprojekt teilzunehmen, das weder finanzielle Investitionen noch Änderungen an ihren derzeitigen Systemen erfordern würde.

Michael Douglas, Customs Technology Consultant bei ALS Customs Services

Michael Douglas, der neben seiner Funktion beim neutralen Full-Service-Zolldienstleister ALS Customs Services in Weil am Rhein auch als Co-Lead der Arbeitsgruppe Open Customs Blockchain fungiert, bekräftigt den Sinn dieser Initiative: „Das Konzept ist ein Beweis dafür, dass vertrauenswürdige Daten aus erster Hand effektiv Zollhinterziehung und Betrug verringern können.“

Michael Douglas: „Das Konzept ist ein Beweis dafür, dass vertrauenswürdige Daten aus erster Hand effektiv Zollhinterziehung und Betrug verringern können.“(Bild:  Open Logistics Foundation)
Michael Douglas: „Das Konzept ist ein Beweis dafür, dass vertrauenswürdige Daten aus erster Hand effektiv Zollhinterziehung und Betrug verringern können.“
(Bild: Open Logistics Foundation)

Die Arbeitsgruppe Open Customs Blockchain besteht aus folgenden neun Mitgliedern: AEB, ALS Customs Services, Dachser, DHL, Duisport, Fraunhofer-IML, IP Customs Solutions, Lkw Walter und Rhenus Logistics. Der Fokus der Working Group liegt dabei auf digitalem Datenaustausch und reduzierten Verzögerungen an Grenzen. Wie es heißt, laufen bereits zwei Projektes: BORDER, ein Datensatz für effiziente Zollabfertigungen und Logistikprozesse, und GPID, das speziell auf die Bedürfnisse der Behörden ausgerichtet ist.

Der Schlüsseldatensatz der GPID ist das gerade forcierte Projekt und ermöglicht eine digitale und fälschungssichere Datenverarbeitung sowohl während des Export- als auch des Importprozesses. Davon profitieren nach Ansicht der Open Logistics Foundation nicht nur Zollbehörden, sondern auch Spediteure, Verkäufer und Käufer. Da sie nun frühzeitig den Datensatz des Verkäufers erhalten, können Behörden die GPID prüfen, um Zollhinterziehungen direkt zu verhindern. (bm)

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