Landstromversorgung Nachhaltigkeitspreis für den Seehafen Kiel

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 1 min Lesedauer

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Bei der Verleihung des 18. Deutschen Nachhaltigkeitspreises am vergangenen Freitag in Düsseldorf wurde der Port of Kiel für seine Landstromstrategie in der Kategorie „Verkehrsinfrastruktur“ geehrt.

Die „AIDAprima“, ein modernes Kreuzfahrtschiff der Hyperion-Klasse ist Teil der Aida-Cruises-Flotte und ist hier mit der Landstromanlage Ostseekai des Kieler Hafens verbunden.(Bild:  Port of Kiel)
Die „AIDAprima“, ein modernes Kreuzfahrtschiff der Hyperion-Klasse ist Teil der Aida-Cruises-Flotte und ist hier mit der Landstromanlage Ostseekai des Kieler Hafens verbunden.
(Bild: Port of Kiel)

Weltweit ist der Seehafen Kiel eigenen Angaben zufolge einer der Vorreiter in der Umsetzung der Landstromversorgung von Seeschiffen. Mit der Fertigstellung seiner Landstrominfrastruktur im Jahr 2025 verfügt der Hafen über Versorgungsmöglichkeiten für bis zu sieben Schiffe und erfüllt damit die EU-Vorgaben (AFIR) fünf Jahre vor dem vorgeschriebenen Zeitpunkt. Insgesamt 50 Millionen Euro hat der Hafen in die Anlagen investiert – unterstützt durch öffentliche Fördermittel von Land, Bund und EU. Dafür wurden die Kieler jetzt mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2026 geehrt.

In einer Branche, in der Häfen traditionell große Emittenten sind, gelingt es dem Seehafen Kiel, diese Aufgaben mit seiner Blue-Port-Strategie vorbildlich anzugehen.

Die Fachjury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises

Laut der Fachjury-Begründung investiert der Seehafen Kiel „konsequent in Landstromversorgung, saubere Energiequellen, Elektromobilität und digitale Prozesse“ und formt so den Weg zu einer umweltverträglicheren Verkehrsinfrastruktur.

Klimaneutralität bis 2030!

Neben Landstromversorgung von Seeschiffen setzt der Hafen auf die Elektrifizierung seiner Dienstflotten, den Ausbau von E-Ladeinfrastruktur für Lkw, die Erweiterung der eigenen Photovoltaikanlagen sowie auf eine unternehmensweite Energieeffizienzstrategie, wie es heißt. Zwischen 2019 und 2024 konnte der Port of Kiel seine Eigenemissionen schrittweise senken. Durch die Landstromversorgung konnten nach eigenen Angaben im gleichen Zeitraum 62 Prozent der Schiffsemissionen eingespart werden. Das Ziel des Unternehmens ist die Klimaneutralität bis zum Jahr 2030, wie es abschließend heißt.

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