Innerbetrieblicher Datenaustausch

Potenzial der Logistik-Optimierung in der Fertigung bleibt oft ungenutzt

Seite: 2/4

Anbieter zum Thema

Die Installation des Shop-Floor-Communication-Systems begann mit dem Real-Time-Communicator-Server, um in einem ersten Schritt mobile Systeme zur Datenerfassung, wie beispielsweise PDA und auf Gabelstaplern installierte Geräte, unter Windows XP anzubinden. Weitere Anbindungen, die die Ansteuerung und Integration zum Beispiel von Maschinensteuerungen, Scannern und RFID-Readern ermöglichen, folgten. Die Real-Time-Communicator-Clients sind dabei im LAN über herstellerunabhängige, für den industriellen Einsatzbereich geeignete OPC-Schnittstellen (Openness, Productivity, Collaboration) oder Modbus-Protokoll an die Anlagensteuerungen angebunden. Der Real-Time-Communicator-Server übernimmt die Zwischenpufferung vor allem zeitkritischer Daten und ist über ein Wide Area Network (WAN) mit dem SAP-System sowie Datenbanken und Messaging-Systemen verbunden.

Shop-Floor-Communication-System automatisiert Materialflusserfassung

Ein Einsatzbereich des Shop-Floor-Communication-Systems ist eine Platinenschneidanlage, in der aus großen Rollen (Coils) des Rohmaterials rechteckig oder trapezförmig zugeschnittene Platinen verarbeitet werden. Mit einer Kapazität von rund 40 000 Platinen pro Tag fallen hier erhebliche Stückzahlen an, deren Materialflusserfassung mit der SFC-Lösung weitestgehend automatisiert wurde. Hier kommt an den Real-Time-Communicator-Clients ein optimiertes Benutzerinterface für die Verbrauchsbuchung der Coils zu den Fertigungsaufträgen zum Einsatz. Dabei sind die Fertigungsaufträge in der Anlagensteuerung bekannt und werden per OPC-Schnittstelle vom Programm ausgelesen.

Die Auswahl der einzelnen Coils kann über eine Liste oder durch Einscannen des Coil-Etiketts erfolgen. Mittels Touchscreen werden die Coils im SAP-System verbucht. Die Rückbuchung von nicht vollständig verarbeiteten Coils ins Lager erfolgt auf einem vergleichbaren Weg. Hierbei stehen einfache Hilfefunktionen für die Bestimmung des Restgewichts zur Verfügung. Für die Suche bestimmter Coils, die Abwicklung verschiedener Buchungsvorgänge sowie für die nachträgliche Änderung von Lagereinheiten bietet das Shop-Floor-Communication-System optimierte Masken an.

Im Produktionsfluss sind kaum noch Benutzereingriffe nötig

Fertig geschnittene Stapel werden durch die Steuerung automatisch aus der Anlage heraustransportiert und als Wareneinheit (WE) gebucht. Außerdem stellt die Steuerung dem Real-Time-Communicator-Client via OPC-Schnittstelle nicht nur den Fertigungsauftrag und die Materialnummer, sondern auch die Menge der Platinen zur Verfügung.

Der Client generiert daraus eine Wareneingangsbuchung in SAP, inklusive einer neuen Lagereinheit. Das daraufhin aus SAP erzeugte Etikett wird auf einem Drucker produziert, der direkt neben dem Ausschleustor steht, durch das der Platinenstapel die Anlage verlässt. Damit sind im gesamten Produktionsfluss bis auf das Anbringen des Etiketts keine weiteren Benutzereingriffe mehr erforderlich. Fehlende Buchungen oder solche mit falschen Mengenangaben sind dadurch weitgehend ausgeschlossen.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:295606)