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Innerbetrieblicher Datenaustausch Potenzial der Logistik-Optimierung in der Fertigung bleibt oft ungenutzt

| Autor / Redakteur: Harald Faulhaber / Volker Unruh

IT-Lösungen können Prozesse entlang der logistischen Wertschöpfungskette erheblich unterstützen und verbessern helfen. Denn oft werden im Produktionsumfeld die Vorteile einzelner, optimierter Systemkomponenten durch unsichere oder nicht vorhandene Integrationsszenarien zunichte gemacht.

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Intelligente Verbindung: SFC und Produktionsstrang kommunizieren bei der Lenkerproduktion von Thyssen-Krupp Umformtechnik.
Intelligente Verbindung: SFC und Produktionsstrang kommunizieren bei der Lenkerproduktion von Thyssen-Krupp Umformtechnik.
( Archiv: Vogel Business Media )

Als einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie bei der Entwicklung und Herstellung von Press- und Zusammenbauteilen steht Thyssen-Krupp Umformtechnik im Wettbewerb mit anderen Zulieferern weltweit. Größter Standort in Deutschland ist Bielefeld mit rund 1600 Mitarbeitern. Dort produziert das Unternehmen für verschiedene Autohersteller unter anderem Teile für die Baugruppen Türen, Klappen, Rahmen, Achsen und Karosserie. Auf der Produktionsebene des Werkes waren historisch bedingt mehrere Fertigungsbereiche nicht in ein Gesamtkonzept zur Steuerung und Automatisierung integriert – ein Umfeld also, das noch erhebliches Potenzial für Optimierungen bot.

Maschinenebene mit der ERP-Ebene gekoppelt

Thyssen-Krupp Umformtechnik stand beispielsweise vor der Herausforderung, alle Materialbewegungen in der Produktion automatisiert oder über optimierte Benutzerschnittstellen erfassen zu können. Darüber hinaus sollten Prüfungen, beispielsweise die der Anzahl von Teilen in einem Transportbehälter oder korrekter Kennzeichnungen, künftig automatisch oder zumindest rechnergestützt durchgeführt werden können. Und nicht zuletzt sollte auch die Bedienerschnittstelle für die manuelle Erfassung von Buchungen verbessert werden.

Rainer Mittag, als Chief Information Officer (CIO) verantwortlich für das Informations- und Kommunikationsmanagement bei Thyssen-Krupp Umformtechnik, und sein Team nahmen mit diesem Anforderungskatalog mehrere Anbieter von Steuerungssystemen mittels Shop-Floor-Communication (SFC) unter die Lupe. Die zentralen Vorteile der schließlich eingesetzten Real-Time-Communicator-Server-Lösung (Real Time Communicator = Echtzeit-Kommunikationseinheit) liegen aus Mittags Sicht vor allem in der flexiblen und kostengünstigen Möglichkeit, die komplette Maschinenebene mit der Ebene des ERP-Systems zu koppeln.

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